3. Bestimmte Antipsychotika
Antipsychotische Medikamente werden zur Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen eingesetzt. Bei Menschen mit Demenz können bestimmte Antipsychotika unter speziellen Umständen auch zur Behandlung schwerer Verhaltenssymptome eingesetzt werden.
Diese Medikamente sind jedoch nicht harmlos. Bei älteren Menschen können unter anderem Müdigkeit, Bewegungsstörungen und andere schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten.
Deshalb sollte ihre Anwendung immer individuell ärztlich abgewogen werden. Es wäre jedoch falsch, daraus abzuleiten, dass Antipsychotika grundsätzlich Demenz verursachen.
4. Opioid-Schmerzmittel
Opioide sind starke Schmerzmittel, die bei bestimmten starken oder chronischen Schmerzen eingesetzt werden. Sie können unter anderem Müdigkeit, Benommenheit und Verwirrtheit verursachen.
Bei älteren Menschen ist eine sorgfältige Dosierung besonders wichtig. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können eine Rolle spielen.
Ein Zusammenhang zwischen bestimmten Schmerzmitteln und einem erhöhten Demenzrisiko wurde in Beobachtungsdaten untersucht. Solche Studien zeigen jedoch nicht automatisch eine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung.
5. Bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel
Schlafmittel und Beruhigungsmittel können kurzfristig hilfreich sein, wenn eine entsprechende medizinische Indikation besteht. Einige dieser Wirkstoffe können jedoch Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und Gedächtnis beeinträchtigen.
Bei älteren Menschen ist das besonders relevant, weil zusätzlich Stürze und Verwirrtheitszustände auftreten können.
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit fand bei hypnotischen und angstlösenden Medikamenten je nach Wirkstoff und Untersuchung einen Zusammenhang mit Demenzrisiken. Die Ergebnisse waren allerdings nicht für alle Präparate gleich.