Ein selbst gebauter Wasserfilter aus einem Kunststofffass, Sand, Kies und Filterbürsten klingt zunächst nach einer einfachen und günstigen Alternative zu einem gekauften Filtersystem. Die Idee dahinter ist tatsächlich interessant: Mehrere Filterstufen sollen Schwebstoffe und sichtbare Verunreinigungen aus Wasser zurückhalten.
Der beschriebene Aufbau ist vor allem als DIY-System zur Klärung von Brauch- oder Rückgewinnungswasser interessant. Wichtig ist jedoch: Kristallklares Wasser ist nicht automatisch Trinkwasser. Das sollte bei jedem selbst gebauten Filtersystem berücksichtigt werden.
Wie funktioniert der selbst gebaute Wasserfilter?
Das Grundprinzip besteht aus mehreren hintereinander angeordneten Kammern. Das Wasser wird zunächst durch eine Sandschicht geleitet, anschließend durch Kies und schließlich durch spezielle Filterbürsten.
Jede Stufe übernimmt dabei eine mechanische Filterfunktion. Größere und feinere Partikel werden nach und nach zurückgehalten, bevor das Wasser am anderen Ende des Behälters wieder austritt.
Das wird für den Aufbau benötigt
Für die im Beitrag beschriebene Konstruktion werden unter anderem folgende Materialien verwendet:
- ein großer Kunststoffbehälter beziehungsweise ein Kunststofffass
- PVC-Rohre und passende Verbindungen
- Sand
- saubere Kieselsteine und Kies
- Filterbürsten, wie sie beispielsweise für Teichfilter verwendet werden
- perforierte Metallplatten für die Trennwände
- Scharniere und ein Verschluss für die Wartungsklappe
- Silikondichtmasse
- Werkzeug zum Schneiden und Bohren
- eine geeignete Abdichtung für die Rohrdurchführungen
Der konkrete Aufbau ist relativ umfangreich und erfordert Arbeiten mit Werkzeugen wie Bohrmaschine und Winkelschleifer.
Schritt für Schritt: Das DIY-Filtersystem
1. Kunststofffass vorbereiten
Das Fass wird waagerecht positioniert. Auf der Oberseite wird eine größere rechteckige Öffnung angezeichnet, die später als Wartungsklappe dient.
Die Klappe wird mit Scharnieren versehen, sodass der Behälter später geöffnet werden kann. Ein Verschluss sorgt dafür, dass sie während des Betriebs geschlossen bleibt.