Diese kleine Schublade in der Waschmaschine sollten Sie regelmäßig reinigen

Viele Menschen reinigen ihre Waschmaschine von außen und achten auf die Trommel. Ein kleines Detail wird dabei jedoch häufig vergessen: die Waschmittelschublade.

Dabei können sich gerade dort mit der Zeit Waschmittel- und Weichspülerrückstände ansammeln. Die Folge können Ablagerungen, unangenehme Gerüche und Probleme beim Einspülen der Waschmittel sein. Hersteller wie Samsung, LG, Bosch und Beko empfehlen deshalb eine regelmäßige Reinigung.

Warum die Waschmittelschublade so schnell schmutzig wird

Bei jedem Waschgang gelangen Waschmittel und Weichspüler durch die Schublade in die Maschine. Nicht immer wird dabei alles vollständig ausgespült.

Vor allem Flüssigwaschmittel und Weichspüler können Rückstände hinterlassen. Mit der Zeit können diese antrocknen und sich an den Wänden, in den Einsätzen oder in den kleinen Öffnungen des Einspülkastens festsetzen.

Beko weist ebenfalls darauf hin, dass sich insbesondere bei Pulverwaschmittel Rückstände in der Waschmittelschublade bilden können.

Die Schublade einmal im Monat kontrollieren

Eine monatliche Kontrolle ist eine einfache Möglichkeit, Ablagerungen frühzeitig zu erkennen.

Beko empfiehlt bei vielen Geräten eine Reinigung etwa einmal im Monat. Samsung nennt je nach Modell einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen, während Bosch eine Reinigung ungefähr alle zwei Monate empfiehlt.

Das zeigt auch: Es gibt keinen für jede Waschmaschine gültigen Reinigungsrhythmus. Wer sehr häufig wäscht oder viel Weichspüler verwendet, sollte das Fach häufiger kontrollieren.

So reinigen Sie die Waschmittelschublade richtig

Zunächst sollte die Waschmaschine ausgeschaltet sein. Anschließend wird die Schublade entsprechend der Bedienungsanleitung herausgenommen.

Bei vielen Modellen befindet sich im Inneren eine Entriegelung. Diese muss gedrückt werden, damit sich die Schublade vollständig herausziehen lässt.

Danach können die herausnehmbaren Einsätze entfernt werden.

1. Schublade mit warmem Wasser abspülen

Die Schublade und ihre Einsätze werden gründlich unter fließendem Wasser gereinigt.

Warmwasser hilft dabei, festgesetzte Waschmittelreste aufzuweichen. Hersteller wie LG empfehlen für die Reinigung der Waschmittelschublade Wasser und eine weiche Bürste.

2. Eine kleine Bürste verwenden

Hartnäckige Rückstände lassen sich vorsichtig mit einer kleinen, weichen Bürste entfernen.

Besonders die Ecken und schmalen Bereiche sollten kontrolliert werden. Auch der Bereich, in dem die Schublade sitzt, kann Ablagerungen aufweisen.

Samsung empfiehlt beispielsweise eine weiche Bürste sowohl für die Schublade als auch für deren Aufnahme.

3. Das Weichspülerfach nicht vergessen

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Fach für den Weichspüler.

Dort befindet sich bei vielen Waschmaschinen ein Einsatz beziehungsweise Siphon. Wenn sich darin Rückstände ansammeln, kann der Weichspüler möglicherweise nicht mehr richtig ablaufen.

AEG weist darauf hin, dass bei Problemen mit Wasser oder Weichspüler im Fach zunächst die entsprechende Kappe beziehungsweise der Einsatz gereinigt werden sollte.

4. Auch den Einspülbereich reinigen

Nicht nur die herausnehmbare Schublade selbst sollte sauber sein.

Auch die Öffnung beziehungsweise Aufnahme kann Waschmittelreste enthalten. Eine kleine, nichtmetallische Bürste eignet sich dafür bei vielen Geräten.

Danach alles gut trocknen lassen

Nach der Reinigung sollten Schublade und Einsätze gründlich abgetrocknet werden.

Auch die Waschmittelschublade kann nach dem Waschen leicht geöffnet bleiben. Dadurch kann die verbleibende Feuchtigkeit besser verdunsten. AEG empfiehlt ausdrücklich, die Schublade nach dem Waschgang leicht offen stehen zu lassen.

Was tun bei schwarzen Ablagerungen oder unangenehmem Geruch?

Wenn sich bereits starke Verschmutzungen gebildet haben, reicht kurzes Abspülen möglicherweise nicht aus.

Die Schublade sollte dann gründlich gereinigt und von sämtlichen sichtbaren Rückständen befreit werden. Bei der Auswahl eines Reinigungsmittels sollte immer die Bedienungsanleitung des jeweiligen Waschmaschinenherstellers beachtet werden.

Aggressive oder ungeeignete Mittel sollten nicht einfach ausprobiert werden. Besonders bei speziellen Dosiersystemen können andere Reinigungshinweise gelten.

Eine saubere Schublade hilft beim richtigen Einspülen

Eine saubere Waschmittelschublade ist nicht nur eine Frage der Optik.

Wenn sich Rückstände oder Ablagerungen im Einspülbereich befinden, kann dies die ordnungsgemäße Abgabe von Waschmittel und Weichspüler beeinträchtigen. Siemens weist darauf hin, dass eine saubere Waschmittelschublade dazu beiträgt, Waschmittel und Weichspüler effektiv in die Trommel abzugeben.

Nicht jede Waschmaschine braucht exakt dieselbe Pflege

Moderne Waschmaschinen unterscheiden sich deutlich voneinander.

Einige Geräte besitzen spezielle selbstreinigende Waschmittelschubladen oder automatische Dosiersysteme. Bei solchen Modellen gelten möglicherweise andere Pflegehinweise. Siemens weist beispielsweise bei bestimmten i-Dos-Systemen auf besondere Reinigungsanforderungen hin.

Deshalb sollte die Gebrauchsanleitung des eigenen Geräts immer Vorrang haben.

Auch die Waschmaschine insgesamt sollte gepflegt werden

Die Waschmittelschublade ist nur ein Teil der regelmäßigen Maschinenpflege.

Auch Türdichtung, Trommel und gegebenenfalls das Flusensieb sollten entsprechend den Herstellerangaben kontrolliert und gereinigt werden. Beko empfiehlt beispielsweise ebenfalls, die Türdichtung regelmäßig von Schmutz und Ablagerungen zu befreien.

Eine regelmäßige Pflege kann dabei helfen, Ablagerungen und unangenehme Gerüche zu vermeiden.

Fazit

Die kleine Waschmittelschublade verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit, als sie im Alltag bekommt. Dort können sich Waschmittel und Weichspüler ablagern, insbesondere wenn das Fach nur selten gereinigt wird.

Wer die Schublade regelmäßig herausnimmt, mit warmem Wasser säubert, die Einsätze und den Einspülbereich kontrolliert und sie anschließend trocknen lässt, kann solchen Ablagerungen entgegenwirken.

Ob die Reinigung einmal im Monat, alle vier bis sechs Wochen oder in größeren Abständen notwendig ist, hängt vom jeweiligen Gerät und der Nutzung ab. Am besten orientiert man sich deshalb an der Bedienungsanleitung des Herstellers.