Sardinen aus der Dose: 5 häufige Fehler, die viele beim Essen machen

Sardinen aus der Dose sind praktisch, lange haltbar und vielseitig einsetzbar. Sie passen zu Brot, Salaten, Pasta oder Reis und müssen nicht erst aufwendig zubereitet werden.

Trotzdem gibt es beim Umgang mit Dosensardinen einige typische Fehler. Manche betreffen den Geschmack, andere die Lagerung nach dem Öffnen. Auch die weichen Gräten sorgen bei vielen Menschen für Unsicherheit.

Wer ein paar einfache Dinge beachtet, kann das Maximum aus der kleinen Dose herausholen.

1. Das Öl einfach wegschütten

Eine häufige Gewohnheit besteht darin, das Öl aus der Dose direkt in den Abfluss zu gießen.

Das ist zwar praktisch, aber nicht unbedingt die beste kulinarische Lösung. Das Öl kann je nach Produkt einen deutlichen Sardinengeschmack angenommen haben und sich beispielsweise für ein Dressing, Pasta oder eine Marinade verwenden lassen.

Wer weniger Fett aufnehmen möchte, kann natürlich auf eine Variante in Wasser zurückgreifen oder das Öl entsprechend abgießen. Entscheidend ist letztlich, welche Zubereitung man bevorzugt.

2. Die kleinen Gräten entfernen

Viele Menschen öffnen eine Dose Sardinen und beginnen sofort damit, nach Gräten zu suchen.

Bei handelsüblichen Dosensardinen ist das normalerweise nicht notwendig. Durch die Wärmebehandlung beim Einmachen werden die feinen Gräten weich, sodass sie problemlos mitgegessen werden können.

Das hat sogar einen ernährungsphysiologischen Vorteil: Die essbaren Gräten tragen wesentlich zum Calciumgehalt der Sardinen bei. Sardinen mit Gräten können deshalb eine besonders gute Calciumquelle sein.

Wer die Konsistenz trotzdem nicht mag, kann die Gräten natürlich entfernen.

3. Sardinen nach dem Öffnen einfach in der Dose lassen

Eine ungeöffnete Konserve ist lange haltbar. Sobald die Dose allerdings geöffnet wurde, verändert sich die Situation.

Reste sollten nicht einfach tagelang in der geöffneten Dose stehen bleiben. Stattdessen empfiehlt es sich, die Sardinen in einen geeigneten verschlossenen Behälter zu geben und im Kühlschrank aufzubewahren.

Eine Untersuchung zur Haltbarkeit geöffneter Sardinen zeigte zudem, dass die mögliche Aufbewahrungsdauer vom jeweiligen Produkt und insbesondere von der Art der Flüssigkeit oder Sauce abhängt. Sardinen in Öl oder Lake sollten demnach deutlich schneller verbraucht werden als bestimmte Varianten in Tomatensauce.

Am sichersten ist es, zusätzlich die Hinweise auf der Verpackung zu beachten.

4. Die Sardinen einfach abspülen

Manche Menschen spülen Sardinen aus der Dose unter Wasser ab, bevor sie sie essen.

Das kann zwar einen Teil der Flüssigkeit und damit möglicherweise auch etwas Salz entfernen, verändert aber gleichzeitig Geschmack und Konsistenz. Gerade bei Sardinen in Öl wird dabei ein Teil des aromatischen Geschmacks verloren.

Wer weniger Salz aufnehmen möchte, sollte besser bereits beim Einkauf auf Produkte mit einem niedrigeren Salzgehalt achten.

5. Jede Sardinendose gleich behandeln

Sardinen sind nicht gleich Sardinen.

Im Handel gibt es beispielsweise Produkte in Öl, Wasser, Lake oder verschiedenen Saucen. Auch die Zusammensetzung und der Salzgehalt können sich deutlich unterscheiden.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährwertangaben. Wer beispielsweise möglichst wenig zusätzliches Fett möchte, kann eine Variante wählen, die nicht in Öl eingelegt ist.

Warum Dosensardinen ernährungsphysiologisch interessant sind

Sardinen gehören zu den kleinen Fischen, die viele wertvolle Nährstoffe liefern können.

Sie enthalten hochwertiges Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Außerdem liefern sie unter anderem Vitamin B12, Vitamin D und Mineralstoffe. Bei Sardinen mit essbaren Gräten kommt zusätzlich eine beträchtliche Menge Calcium hinzu.

Auch die Tatsache, dass Sardinen zu den eher quecksilberarmen Fischarten zählen, macht sie für viele Menschen zu einer interessanten Fischoption.

Das Öl muss nicht immer das Problem sein

Ob Sardinen in Öl oder Wasser die bessere Wahl sind, hängt vom persönlichen Ziel ab.

Öl kann den Geschmack intensivieren und eignet sich hervorragend für verschiedene Gerichte. Wer Kalorien oder Fett reduzieren möchte, kann dagegen eine Variante in Wasser wählen.

Wichtig ist, nicht pauschal jede Konserve als gleichwertig zu betrachten. Ein Blick auf die Verpackung zeigt schnell, welche Variante am besten zu den eigenen Ernährungsgewohnheiten passt.

So schmecken Dosensardinen besonders gut

Sardinen müssen nicht einfach direkt aus der Dose gegessen werden.

Sie lassen sich beispielsweise mit Zitronensaft, frischen Kräutern, Tomaten oder Zwiebeln kombinieren. Auch auf geröstetem Brot oder in einer einfachen Pasta können sie gut funktionieren.

Das Öl aus einer hochwertigen Sardinendose kann dabei sogar Bestandteil des Gerichts werden und zusätzliche Würze liefern.

Worauf man bei geöffneten Dosen achten sollte

Eine geöffnete Konserve sollte nicht wie eine ungeöffnete Dose behandelt werden.

Wenn Sardinen übrig bleiben, sollten sie gekühlt und möglichst zeitnah verbraucht werden. Bei ungewöhnlichem Geruch, auffälligem Geschmack oder anderen deutlichen Veränderungen sollte das Produkt nicht mehr gegessen werden.

Bei Konserven ist außerdem Vorsicht geboten, wenn die Dose bereits vor dem Öffnen auffällig beschädigt, stark aufgebläht oder undicht ist.

Fazit

Sardinen aus der Dose sind praktisch, vielseitig und nährstoffreich – doch beim Umgang mit ihnen machen viele kleine Fehler.

Das Öl muss nicht automatisch im Abfluss landen, die weichen Gräten müssen bei geeigneten Dosensardinen normalerweise nicht entfernt werden und geöffnete Reste sollten nicht über längere Zeit in der Dose aufbewahrt werden.

Wer außerdem die verschiedenen Produkte miteinander vergleicht und auf Salzgehalt, Zutaten und Verpackungshinweise achtet, kann Sardinen unkompliziert in eine abwechslungsreiche Ernährung integrieren.

Gerade die essbaren Gräten machen Sardinen zu einer interessanten Calciumquelle, während das Fischfleisch hochwertiges Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren liefert.