Zwiebelschalen landen normalerweise im Müll – dabei können sie im Garten noch sinnvoll verwendet werden. Aus den äußeren Schalen lässt sich mit wenigen Zutaten eine einfache Flüssigkeit herstellen, die als ergänzende Pflanzenpflege eingesetzt werden kann.
Der Vorteil: Die Methode kostet kaum etwas und verwandelt ein Küchenabfallprodukt in eine mögliche Ressource für den Garten.
Warum Zwiebelschalen interessant für Pflanzen sind
Zwiebelschalen enthalten verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe, darunter Polyphenole und Flavonoide wie Quercetin. Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich deshalb zunehmend mit der Wiederverwertung von Zwiebelschalen und ihren möglichen Anwendungen.
Auch Untersuchungen mit wässrigen Zwiebelschalenlösungen haben bei bestimmten Pflanzen positive Effekte auf einzelne Wachstumsparameter beobachtet. Die Ergebnisse hängen allerdings von Pflanzenart, Konzentration und Anwendung ab.
Deshalb sollte eine Zwiebelschalenlösung eher als ergänzende natürliche Pflanzenpflege betrachtet werden und nicht als Ersatz für einen ausgewogenen Dünger.
Das wird für die Herstellung benötigt
Für die einfache Methode braucht man nur wenige Dinge:
- Zwiebelschalen
- 1 Liter Wasser
- ein geeignetes Gefäß
- ein Sieb
Der Ausgangsartikel nennt genau diese grundlegenden Zutaten und Utensilien.
Am besten werden möglichst saubere Schalen verwendet. Stark verschmutzte oder schimmelige Schalen gehören nicht in die Mischung.
So wird die Zwiebelschalenlösung hergestellt
1. Zwiebelschalen sammeln
Die äußeren Schalen von Zwiebeln werden beim Kochen gesammelt. Sie müssen nicht extra von mehreren Zwiebeln auf einmal stammen – auch die Schalen aus dem täglichen Küchenabfall können verwendet werden.
2. Mit Wasser übergießen
Die Zwiebelschalen werden in ein geeignetes Gefäß gegeben und mit etwa einem Liter Wasser bedeckt.
Die Mischung sollte anschließend eine gewisse Zeit stehen, damit die wasserlöslichen Bestandteile aus den Schalen in das Wasser übergehen können.
3. Flüssigkeit abseihen
Nach dem Ziehen wird die Flüssigkeit durch ein Sieb gegossen.
Die festen Schalen werden entfernt. Zurück bleibt eine gefärbte Flüssigkeit, die für die weitere Anwendung verwendet werden kann.
Wie wird die Lösung verwendet?
Die fertige Flüssigkeit kann sparsam zum Gießen von Pflanzen eingesetzt werden.
Dabei sollte zunächst nur eine kleine Menge verwendet und beobachtet werden, wie die jeweilige Pflanze darauf reagiert.
Nicht jede Pflanze hat dieselben Bedürfnisse. Besonders bei empfindlichen Zimmerpflanzen ist es sinnvoll, mit einer vorsichtigen Anwendung zu beginnen.
Zwiebelschalen sind kein vollständiger Dünger
Ein wichtiger Punkt wird bei vielen Hausmitteln für Pflanzen gerne übersehen: Eine selbstgemachte Pflanzenlösung ersetzt nicht automatisch einen vollständigen Dünger.
Pflanzen benötigen je nach Art unterschiedliche Mengen verschiedener Nährstoffe. Eine Zwiebelschalenlösung liefert daher nicht zwangsläufig alles, was eine Pflanze für ein gesundes Wachstum benötigt.
Sie kann vielmehr als zusätzliche Maßnahme neben einer grundsätzlich passenden Pflege betrachtet werden.
Auch die übrige Pflanzenpflege zählt
Selbst der beste natürliche Dünger kann grundlegende Pflegefehler nicht ausgleichen.
Pflanzen benötigen abhängig von ihrer Art beispielsweise einen geeigneten Standort, ausreichend Wasser und passende Lichtverhältnisse. Auch die Qualität des Bodens spielt eine wichtige Rolle.
Der verlinkte Ausgangsartikel weist ebenfalls darauf hin, dass ein geeigneter Standort, regelmäßiges Gießen und eine ausreichende Nährstoffversorgung für die Pflanzengesundheit wichtig sind.
Warum die Wiederverwertung sinnvoll ist
Die Verwendung von Zwiebelschalen hat einen weiteren Vorteil: Ein Teil des Küchenabfalls wird wiederverwendet.
Zwiebelschalen werden in der Forschung bereits als wertvoller organischer Reststoff betrachtet. Sie enthalten bioaktive Pflanzenstoffe und bieten deshalb verschiedene Möglichkeiten zur Weiterverwertung.
Aus Sicht der Kreislaufwirtschaft ist es daher durchaus interessant, aus einem vermeintlichen Abfallprodukt eine zusätzliche Ressource zu machen.
Vorsicht bei der Anwendung
Auch bei natürlichen Hausmitteln gilt: Mehr ist nicht automatisch besser.
Eine sehr konzentrierte oder verdorbene Flüssigkeit sollte nicht einfach in großen Mengen auf Pflanzen gegeben werden. Wer eine neue Methode ausprobiert, sollte zunächst vorsichtig vorgehen und die Reaktion der Pflanze beobachten.
Bei sichtbaren Veränderungen wie Blattverfärbungen oder anderen Schäden sollte die Anwendung beendet werden.
Was Zwiebelschalen nicht leisten können
Zwiebelschalenwasser sollte nicht als garantiertes Mittel gegen Krankheiten, Schädlinge oder alle Wachstumsprobleme verstanden werden.
Wenn eine Pflanze plötzlich gelbe Blätter bekommt, schlecht wächst oder von Schädlingen befallen ist, muss zunächst die eigentliche Ursache gefunden werden.
Je nach Problem können beispielsweise falsches Gießen, Lichtmangel, Nährstoffprobleme, Wurzelfäule oder Schädlinge verantwortlich sein.
Ein Hausmittel allein kann solche Ursachen nicht zuverlässig beseitigen.
Fazit
Zwiebelschalen müssen nicht unbedingt im Abfall landen. Mit Wasser und wenigen Utensilien lässt sich daraus eine einfache Pflanzenlösung herstellen, die als ergänzende Pflege ausprobiert werden kann. Der Ausgangsartikel empfiehlt dafür Zwiebelschalen, einen Liter Wasser, ein Gefäß und ein Sieb.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Zwiebelschalen interessante pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten und dass Zwiebelschalenlösungen unter bestimmten Bedingungen Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum haben können.
Trotzdem sollte die Methode nicht als Wundermittel betrachtet werden. Eine gute Standortwahl, richtiges Gießen, geeignete Erde und eine ausgewogene Nährstoffversorgung bleiben die Grundlage für gesunde Pflanzen.