SEO-Titel: Schwarze Fugen reinigen: So entfernen Sie dunkle Flecken mit einfachen Hausmitteln
Schwarze oder stark verfärbte Fugen lassen einen ansonsten sauberen Fliesenboden schnell ungepflegt aussehen. In den porösen Fugen können sich mit der Zeit Staub, Fett, Seifenreste, Feuchtigkeit und andere Rückstände festsetzen. Dadurch können die Fugen grau, braun oder sogar fast schwarz wirken.
Mit einigen einfachen Reinigungsmethoden lässt sich die Verschmutzung häufig reduzieren. Wichtig ist allerdings, zunächst zu prüfen, aus welchem Material Fliesen und Fugen bestehen. Die Quelle empfiehlt, jedes Reinigungsmittel zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle zu testen.
Warum werden Fugen überhaupt schwarz?
Fugen sind häufig poröser als die umliegenden Fliesen. In ihren kleinen Unebenheiten können sich Feuchtigkeit und Schmutz leichter festsetzen. Ein gewöhnliches Wischen erreicht diese Bereiche nicht immer vollständig.
In der Küche können beispielsweise Fett, Lebensmittelreste und Staub eine Rolle spielen. Im Badezimmer sind dagegen Feuchtigkeit, Seifenrückstände und Ablagerungen durch hartes Wasser typische Ursachen. In Eingangsbereichen gelangen Schmutz und Staub über Schuhe auf den Boden.
1. Natronpaste für verschmutzte Fugen
Eine besonders einfache Möglichkeit ist eine Paste aus Natron und Wasser. Natron besitzt eine leicht abrasive Wirkung und kann dabei helfen, oberflächliche Verschmutzungen zu lösen.
So funktioniert die Anwendung
- Etwas Natron in eine kleine Schale geben.
- Nach und nach Wasser hinzufügen.
- Alles zu einer relativ dicken Paste verrühren.
- Die Paste direkt auf die Fugen auftragen.
- Etwa 5 bis 10 Minuten einwirken lassen.
- Die Fugen vorsichtig mit einer alten Zahnbürste oder Fugenbürste bearbeiten.
- Anschließend mit sauberem Wasser abwischen und die Oberfläche abspülen.
Bei besonders hartnäckigen Verfärbungen kann es sinnvoller sein, den Vorgang zu wiederholen, anstatt mit sehr starkem Druck zu schrubben.
2. Natron und Wasserstoffperoxid
Wenn eine einfache Natronpaste nicht ausreicht, nennt die Quelle eine weitere Möglichkeit: Natron und haushaltsübliches Wasserstoffperoxid können zu einer Paste verarbeitet werden.
Dafür wird etwas Natron auf die Fuge gegeben und so viel Wasserstoffperoxid hinzugefügt, dass eine Paste entsteht. Bei fettigen Rückständen kann laut Quelle zusätzlich ein winziger Tropfen mildes Spülmittel verwendet werden.
Die Mischung bleibt etwa 5 bis 10 Minuten auf der Fuge. Anschließend wird vorsichtig gebürstet, gründlich mit sauberem Wasser gespült und die Oberfläche getrocknet.
Wichtig: Wasserstoffperoxid sollte nicht wahllos mit anderen Reinigungsmitteln kombiniert werden. Mehr Reinigungsmittel bedeutet nicht automatisch eine bessere Wirkung und kann bestimmte Oberflächen oder Fugenversiegelungen beschädigen.
3. Weißer Essig – aber nicht für jede Oberfläche
Weißer Essig wird häufig zur Reinigung im Haushalt eingesetzt. Seine Säure kann dabei helfen, mineralische Ablagerungen und bestimmte Rückstände zu lösen.
Bei geeigneten Keramik- oder Porzellanfliesen kann verdünnter Essig unter Umständen für entsprechende Ablagerungen verwendet werden. Danach sollte die Oberfläche gründlich abgespült werden.
Bei Naturstein ist dagegen besondere Vorsicht erforderlich.
Essig niemals auf empfindlichem Naturstein verwenden
Materialien wie Marmor, Kalkstein oder Travertin können durch Säure angegriffen werden. Essig kann die Oberfläche dauerhaft mattieren oder beschädigen.
Deshalb sollte vor der Anwendung immer geklärt werden, für welches Material der Boden geeignet ist.
Sollte man Essig und Natron miteinander mischen?
Die Kombination aus Essig und Natron ist ein weit verbreiteter Haushaltstipp. Beim Zusammengeben entsteht eine deutliche Schaumbildung durch die Säure-Basen-Reaktion.
Allerdings neutralisieren sich die beiden Stoffe dabei weitgehend. Für eine kontrolliertere Reinigung kann es daher sinnvoller sein, Natron als Reinigungspaste oder Essig separat auf geeigneten Oberflächen einzusetzen.
Besonders wichtig: Reinigungsmittel niemals wahllos mischen
Bei der Reinigung von Fugen sollte man nicht verschiedene chemische Produkte miteinander kombinieren.
Besonders gefährlich ist die Kombination von Chlorbleiche mit Essig oder Ammoniak, da dabei gefährliche Dämpfe entstehen können. Wurde zuvor bereits ein anderes Reinigungsmittel verwendet, sollte die Oberfläche gründlich abgespült werden, bevor ein anderes Produkt eingesetzt wird.
Was tun, wenn die schwarzen Stellen Schimmel sind?
Nicht jede dunkle Fuge ist automatisch verschmutzt. In dauerhaft feuchten Bereichen, insbesondere in schlecht belüfteten Badezimmern, können schwarze oder dunkle Flecken auch mit Schimmel oder Mehltau zusammenhängen.
In diesem Fall reicht es nicht unbedingt, lediglich die sichtbaren Flecken zu entfernen. Ebenso wichtig ist es, die Ursache der Feuchtigkeit zu reduzieren.
Hilfreich können sein:
- Badezimmer regelmäßig lüften
- nasse Flächen möglichst trocken halten
- undichte Stellen reparieren
- dauerhaft hohe Feuchtigkeit vermeiden
- wiederkehrende Verfärbungen genauer untersuchen
Wenn die dunklen Stellen trotz Reinigung immer wieder auftreten oder die Fugen bereits beschädigt und brüchig sind, kann eine Reparatur oder ein Austausch notwendig werden.
So bleiben Fugen länger sauber
Nach einer gründlichen Reinigung kommt es vor allem auf die regelmäßige Pflege an. Einige einfache Gewohnheiten können verhindern, dass sich Schmutz schnell wieder in den Fugen sammelt.
Verschüttetes sofort entfernen
Öl, Soßen, Getränke, schlammiges Wasser und andere Flüssigkeiten sollten möglichst schnell aufgewischt werden. Gerade bei porösen Fugen können solche Rückstände sonst tiefer eindringen.
Erst saugen oder kehren, dann wischen
Wer einen stark verschmutzten Boden sofort nass wischt, kann Staub, Haare und Krümel teilweise direkt in die Fugen verteilen. Deshalb empfiehlt es sich, lose Verschmutzungen zunächst mit einem Staubsauger oder Besen zu entfernen.
Schmutziges Wischwasser wechseln
Wird mit stark verschmutztem Wasser weitergewischt, kann der bereits gelöste Schmutz erneut auf dem Boden verteilt werden. Bei größeren oder stark beanspruchten Flächen sollte das Wischwasser deshalb bei Bedarf gewechselt werden.
Boden nicht dauerhaft nass lassen
Zu viel Wasser kann sich in den Fugen sammeln. Für die normale Reinigung genügt in vielen Fällen ein feuchter statt völlig nasser Mopp. Anschließend sollte der Boden ausreichend trocknen können.
Eine kleine Fugenbürste kann viel Arbeit ersparen
Regelmäßiges Wischen reinigt hauptsächlich die Oberfläche der Fliesen. Die Fugen selbst benötigen gelegentlich eine gezielte Reinigung mit einer kleinen Bürste.
Eine Fugenbürste mit geeigneten Nylonborsten oder eine alte Zahnbürste kann dafür verwendet werden. Von aggressiven Metallbürsten wird abgeraten, da sie Fliesen zerkratzen und Fugen beschädigen können.
Wann eine Versiegelung sinnvoll sein kann
Bestimmte zementbasierte Fugen können von einer geeigneten Fugenversiegelung profitieren. Sie kann dazu beitragen, dass weniger Feuchtigkeit und Schmutz in das poröse Material eindringen.
Allerdings eignet sich nicht jede Versiegelung für jede Fuge. Deshalb sollten die Angaben des Herstellers von Fliesen und Fugen berücksichtigt werden.
Wenn Hausmittel nicht mehr ausreichen
Bei sehr alten oder tief sitzenden Verfärbungen können spezielle Fugenreiniger eine bessere Wahl sein. Dabei sollte ein Produkt ausgewählt werden, das ausdrücklich für die jeweilige Fliesen- und Fugenart geeignet ist.
Auch hier gilt: Zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle testen und die Gebrauchsanweisung beachten.
Fazit
Schwarze oder stark verfärbte Fugen müssen nicht sofort mit aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden. Eine Paste aus Natron und Wasser ist ein einfacher Ausgangspunkt. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen kann unter geeigneten Bedingungen auch eine Kombination aus Natron und haushaltsüblichem Wasserstoffperoxid infrage kommen.
Essig sollte dagegen nur auf dafür geeigneten Oberflächen eingesetzt werden und gehört keinesfalls auf säureempfindlichen Naturstein. Besonders wichtig ist außerdem, verschiedene Reinigungschemikalien nicht unkontrolliert miteinander zu vermischen.
Wer Fugen regelmäßig pflegt, verschüttete Flüssigkeiten schnell entfernt und für ausreichend trockene Oberflächen sorgt, kann dazu beitragen, dass die ungeliebten dunklen Flecken deutlich langsamer zurückkehren.