Schwarze, fingerartige Gebilde im Garten: Was hinter den unheimlichen Pilzen stecken kann

SEO-Titel: Schwarze Finger im Mulch entdeckt? Das steckt hinter den „Totenfingern“

Wer plötzlich schwarze, fingerartige Gebilde aus dem Mulch im eigenen Garten ragen sieht, kann zunächst ziemlich erschrecken. Die ungewöhnlichen Formen wirken tatsächlich ein wenig wie kleine, dunkle Finger, die aus dem Boden wachsen. Laut dem verlinkten Beitrag handelt es sich dabei sehr wahrscheinlich um einen Pilz, der unter dem Namen „Dead Man’s Fingers“ – auf Deutsch etwa „Totenfinger“ – bekannt ist. (Cooktop Cove)

Was sind die schwarzen „Finger“ im Mulch?

Hinter den auffälligen Gebilden steckt der Pilz Xylaria polymorpha. Er gehört zur Familie der Xylariaceae und ist ein sogenannter saprobischer Pilz. Das bedeutet, dass er sich von abgestorbenem organischem Material ernährt und dabei hilft, dieses zu zersetzen. (Cooktop Cove)

Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt der Pilz seinem Aussehen: Die Fruchtkörper wachsen länglich und fingerförmig aus dem Boden oder aus verrottendem Holz. Aus einiger Entfernung können sie tatsächlich wie schwarze oder verkohlte Finger aussehen.

Warum wächst der Pilz aus dem Mulch?

„Totenfinger“ findet man häufig dort, wo viel verrottendes Holz oder organisches Material vorhanden ist. Deshalb können Holzmulch, Holzspäne, alte Baumstümpfe oder vergrabene Holzreste ideale Bedingungen bieten. (Cooktop Cove)

Auch Feuchtigkeit und Schatten begünstigen laut dem Beitrag das Wachstum. Besonders in feuchten Gartenbereichen mit wenig direkter Sonneneinstrahlung können solche Pilze auftauchen. (Cooktop Cove)

Das Auftreten der Pilze bedeutet daher nicht automatisch, dass mit dem Garten etwas nicht stimmt. Vielmehr zeigt es, dass organisches Material im Boden oder Mulch abgebaut wird.

So lassen sich „Dead Man’s Fingers“ erkennen

Die auffälligen Fruchtkörper können zunächst hell oder weißlich erscheinen. Mit zunehmender Reife werden sie dunkler und schließlich schwarz oder dunkelbraun. Sie können eine Länge von etwa 7 bis 10 Zentimetern erreichen und wachsen teilweise in kleinen Gruppen. (Cooktop Cove)

Typisch sind:

  • eine längliche, fingerartige Form
  • eine schwarze bis dunkelbraune Färbung im reifen Zustand
  • eine eher harte und holzige Oberfläche
  • Wachstum aus Mulch, verrottendem Holz oder in der Nähe von Baumstümpfen
  • ein helles Inneres, wenn ein Fruchtkörper angeschnitten wird (Cooktop Cove)

Allerdings lässt sich ein Pilz allein anhand einer Beschreibung nicht immer sicher bestimmen. Wer Zweifel hat, kann ein Foto oder eine Probe einer örtlichen Beratungsstelle oder einem Pilzexperten zeigen. (Cooktop Cove)

Sind die schwarzen Pilze gefährlich?

Der Beitrag beschreibt Dead Man’s Fingers als nicht schädlich für Menschen, Haustiere oder lebende Pflanzen. Der Pilz ernährt sich von abgestorbenem Material und befällt demnach nicht die lebenden Pflanzen im Garten. (Cooktop Cove)

Trotzdem sollte man unbekannte Pilze grundsätzlich nicht essen. Die beschriebenen „Totenfinger“ gelten wegen ihrer harten Konsistenz und ihres unattraktiven Geschmacks ohnehin nicht als Speisepilz. (Cooktop Cove)

Wichtig ist außerdem: Nicht jeder schwarz gefärbte oder fingerförmige Pilz im Garten muss automatisch Xylaria polymorpha sein. Bei einer unbekannten Art ist eine fachkundige Bestimmung die sicherere Variante.

Muss man die Pilze sofort entfernen?

Nein. Wenn sie nicht stören, können die Fruchtkörper laut Ausgangsartikel einfach im Garten bleiben. Als Zersetzer erfüllen sie sogar eine natürliche Funktion: Sie helfen dabei, abgestorbenes organisches Material abzubauen und Nährstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen. (Cooktop Cove)

Wer die ungewöhnlichen Pilze aus optischen Gründen nicht im Beet haben möchte, kann sie vorsichtig entfernen. Dabei empfiehlt der Beitrag, möglichst auch das darunterliegende verrottende Holz zu beseitigen, da dieses die Grundlage für das Wachstum bildet. (Cooktop Cove)

So lassen sich die Pilze vorsichtig entfernen

Wer die „Totenfinger“ loswerden möchte, sollte beim Entfernen Handschuhe tragen. Die Fruchtkörper können vorsichtig aus dem Boden gezogen werden. Gleichzeitig sollte nach verrottenden Holzstücken gesucht werden, aus denen der Pilz möglicherweise wächst. (Cooktop Cove)

Anschließend können die entfernten Pilze beispielsweise über den Gartenabfall entsorgt werden.

Wie kann man ein erneutes Auftreten verhindern?

Eine vollständige Vermeidung ist nicht immer möglich, solange sich geeignetes organisches Material im Boden befindet. Einige Maßnahmen können das Auftreten jedoch weniger wahrscheinlich machen.

Dazu gehören:

  • verrottendes Holz aus dem Beet entfernen
  • Mulch regelmäßig wenden und auffrischen
  • für eine bessere Drainage sorgen
  • sehr feuchte und dauerhaft schattige Bereiche reduzieren
  • gegebenenfalls weniger schnell zersetzende Mulchmaterialien verwenden (Cooktop Cove)

Vor allem die Kombination aus feuchter Umgebung und verrottendem Holz schafft günstige Bedingungen für solche Pilze.

Nicht mit anderen Pilzen verwechseln

Das ungewöhnliche Aussehen kann dazu führen, dass die schwarzen Gebilde mit anderen Pilzen verwechselt werden. Im Beitrag wird beispielsweise der Stinkmorchel-Pilz als mögliche Verwechslung genannt. Auch abgestorbene Wurzeln oder verrottende Pflanzenteile können ähnlich aussehen. (Cooktop Cove)

Deshalb sollte man bei einem unbekannten Fund nicht allein aufgrund der Farbe oder Form eine sichere Bestimmung vornehmen.

Wann ist ein Experte sinnvoll?

Wenn die Pilze ungewöhnlich aussehen, in großer Zahl auftreten oder man sich über ihre Identität oder mögliche Auswirkungen auf Bäume und Sträucher Sorgen macht, kann eine fachkundige Einschätzung sinnvoll sein. Der Ausgangsartikel empfiehlt dafür unter anderem eine mykologische Fachstelle oder eine örtliche Beratungsstelle. (Cooktop Cove)

Fazit: Unheimlich aussehend, aber Teil des natürlichen Kreislaufs

Die schwarzen, fingerartigen Gebilde im Mulch sehen zwar durchaus gruselig aus, können aber ein ganz natürlicher Bestandteil des Gartenökosystems sein. Xylaria polymorpha, bekannt als „Dead Man’s Fingers“, wächst vor allem dort, wo abgestorbenes Holz und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden sind. (Cooktop Cove)

Wer solche Gebilde im eigenen Garten entdeckt, muss deshalb nicht sofort in Panik geraten. Wenn es sich tatsächlich um diesen Pilz handelt, übernimmt er eine wichtige Aufgabe beim Abbau abgestorbener organischer Substanz. Bei Unsicherheit über die genaue Art ist eine fachkundige Bestimmung dennoch die beste Möglichkeit, Gewissheit zu bekommen.