Typische Symptome
Zu den möglichen Anzeichen gehören schmerzhafte, tiefer liegende Knoten, die über längere Zeit bestehen bleiben oder immer wieder auftreten.
Weitere mögliche Merkmale sind:
- wiederkehrende entzündete Knoten
- nässende oder aufgeplatzte Stellen
- langsam heilende Wunden
- Narbenbildung
- kleine schwarze Punkte beziehungsweise Mitesser-ähnliche Veränderungen
- unter der Haut verlaufende Verbindungsgänge bei fortgeschrittener Erkrankung
Nicht jeder Mensch entwickelt alle diese Symptome. Der Verlauf kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.
Hidradenitis suppurativa ist keine Folge mangelnder Hygiene
Ein besonders wichtiger Punkt: Die Erkrankung entsteht nicht einfach deshalb, weil jemand seine Haut nicht ausreichend wäscht.
Nach aktuellem medizinischem Kenntnisstand spielen unter anderem eine Verstopfung von Haarfollikeln, genetische Veranlagung und hormonelle Faktoren eine Rolle. Rauchen und Übergewicht stehen ebenfalls mit einem höheren Risiko beziehungsweise schwereren Verläufen in Verbindung. Gleichzeitig können auch schlanke Menschen, die nicht rauchen, an einer schweren Form erkranken.
Was passiert bei einem schweren Verlauf?
Bleiben wiederkehrende Entzündungen unbehandelt, können sich unter der Haut sogenannte Tunnel bilden. Wiederholte Entzündungen und das langsame Abheilen können außerdem zu dauerhaften Narben führen.
Bei ausgeprägter Erkrankung können Schmerzen und Narben sogar Bewegungen erschweren. Darüber hinaus kann die Erkrankung die psychische Gesundheit und das soziale Leben belasten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Betroffene zwangsläufig einen schweren Verlauf entwickelt. Hidradenitis suppurativa kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.