Saubere Böden verleihen einer Wohnung sofort ein gepflegtes Erscheinungsbild. Gleichzeitig muss es nicht immer ein teurer Spezialreiniger sein, um alltäglichen Schmutz, Staub und leichte Fettspuren zu entfernen. Wer gerne auf einfache Hausmittel setzt, kann einen Bodenreiniger mit wenigen Zutaten selbst herstellen.
Eine häufig verwendete Kombination besteht aus Wasser, etwas weißem Essig und einem milden Reinigungsmittel. Je nach Rezept kommen außerdem Natron oder wenige Tropfen ätherisches Öl hinzu. Allerdings sollte die Mischung immer an den jeweiligen Bodenbelag angepasst werden.
Warum selbst gemachter Bodenreiniger interessant sein kann
Ein selbst hergestellter Reiniger hat vor allem einen praktischen Vorteil: Die benötigten Zutaten sind in vielen Haushalten bereits vorhanden.
Wasser dient als Grundlage, während ein mildes Reinigungsmittel dabei hilft, alltäglichen Schmutz und Fett zu lösen. Essig wird häufig wegen seiner Säure eingesetzt und kann bei bestimmten Ablagerungen hilfreich sein.
Eine solche Lösung kann außerdem eine unkomplizierte Alternative für die regelmäßige Reinigung geeigneter Böden darstellen.
Ein einfaches Grundrezept
Für einen einfachen Bodenreiniger können Sie beispielsweise folgende Zutaten verwenden:
- 1 Liter warmes Wasser
- etwa 100 bis 250 ml weißen Essig
- einige Tropfen mildes Spülmittel
Die genaue Konzentration sollte vom Bodenbelag und vom verwendeten Produkt abhängen.
Wer lieber eine Variante mit schwarzer Seife verwendet, kann ebenfalls eine kleine Menge davon in warmem Wasser auflösen. Schwarze Seife wird häufig als Reinigungs- und Entfettungsmittel für Böden eingesetzt.
So wird der Reiniger vorbereitet
Zunächst das warme Wasser in einen Eimer geben. Anschließend den Essig und eine kleine Menge des milden Reinigungsmittels hinzufügen.
Die Zutaten vorsichtig vermischen. Es ist nicht notwendig, große Mengen Spülmittel zu verwenden – zu viel davon kann Rückstände auf dem Boden hinterlassen.
Wer eine selbst gemachte Reinigungslösung aufbewahren möchte, sollte sie außerdem eindeutig beschriften und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Vor der ersten Anwendung unbedingt testen
Nicht jeder Boden verträgt dieselben Reinigungsmittel.
Bevor die Mischung großflächig verwendet wird, sollte sie deshalb an einer kleinen, möglichst unauffälligen Stelle getestet werden. Das gilt insbesondere bei empfindlichen, behandelten oder älteren Oberflächen.
Zeigt sich keine Veränderung, kann die Reinigung vorsichtig fortgesetzt werden.
Für Fliesen kann eine Essiglösung geeignet sein
Fliesen und andere säurebeständige Oberflächen lassen sich häufig mit verdünnten Essiglösungen reinigen. Der Essig kann dabei helfen, bestimmte mineralische Ablagerungen zu lösen.
Trotzdem sollte man nicht davon ausgehen, dass jede Fliese und jede Fuge gleich empfindlich ist. Bei besonderen Materialien empfiehlt sich immer die Pflegeanleitung des Herstellers.
Vorsicht bei Naturstein
Bei Marmor, Kalkstein und anderen säureempfindlichen Natursteinen sollte kein Essigreiniger verwendet werden.
Die Säure kann die Oberfläche angreifen und dauerhaft verändern. Für solche Böden sind geeignete, vom Hersteller empfohlene Reinigungsmittel die bessere Wahl.
Auch bei Parkett ist Vorsicht geboten
Holzböden benötigen eine besonders schonende Pflege. Zu viel Wasser kann problematisch sein, und auch Essig ist nicht für jede Holzoberfläche geeignet.
Bei echtem Parkett sollte deshalb grundsätzlich geprüft werden, welche Reinigung vom Hersteller empfohlen wird. Spezielle Produkte für die jeweilige Versiegelung sind häufig die sicherere Wahl.
So wenden Sie den Reiniger richtig an
Vor dem Wischen sollte zunächst Staub, Sand und loser Schmutz entfernt werden. Das verhindert, dass kleine Partikel beim anschließenden Wischen über die Oberfläche gerieben werden.
Danach die Reinigungslösung mit einem gut ausgewrungenen Mopp oder Mikrofasertuch auftragen. Der Boden sollte nicht unnötig stark durchnässt werden.
Anschließend kann die Oberfläche entsprechend den Eigenschaften des Bodenbelags trocknen.
Natron und Essig: Nicht automatisch besser zusammen
Natron und Essig werden in vielen Hausmittel-Rezepten gemeinsam verwendet. Beim Mischen entsteht jedoch eine deutliche Reaktion mit Schaumbildung, weil Säure und Natron miteinander reagieren.
Der sichtbare Schaum bedeutet nicht automatisch, dass die Mischung dadurch zu einem besonders starken Universalreiniger wird. Für eine gezielte Reinigung kann es sinnvoller sein, die Eigenschaften der einzelnen Produkte entsprechend der jeweiligen Aufgabe zu nutzen.
Ätherische Öle sind optional
Manche selbst gemachten Reinigungsmittel enthalten einige Tropfen ätherisches Öl, beispielsweise mit Zitronen- oder Lavendelduft.
Das kann dem Reiniger einen angenehmen Geruch verleihen, ist für die eigentliche Bodenreinigung aber nicht zwingend notwendig.
Außerdem sollten ätherische Öle nicht unverdünnt auf Oberflächen gegeben werden.
Mit wenigen Gewohnheiten bleibt der Boden länger sauber
Ein selbst gemachter Reiniger kann die regelmäßige Pflege ergänzen. Noch wichtiger ist jedoch, dass Schmutz möglichst nicht lange auf dem Boden bleibt.
Regelmäßiges Staubsaugen oder Fegen entfernt Sand und Staub, bevor diese die Oberfläche belasten können. Verschüttete Flüssigkeiten sollten möglichst schnell aufgenommen werden.
Auch eine Fußmatte am Eingang kann dazu beitragen, weniger Schmutz in die Wohnung zu tragen.
Fazit
Ein selbst gemachter Bodenreiniger kann eine einfache und kostengünstige Möglichkeit für die Reinigung geeigneter Bodenbeläge sein. Eine Mischung aus warmem Wasser, etwas Essig und einem milden Reinigungsmittel wird häufig für entsprechende Anwendungen empfohlen.
Entscheidend ist jedoch der richtige Reiniger für den jeweiligen Boden. Besonders bei Naturstein, Parkett und empfindlichen Oberflächen sollte man nicht einfach mit Hausmitteln experimentieren.
Wer zunächst an einer kleinen Stelle testet und die Pflegehinweise des Bodenherstellers berücksichtigt, kann unnötige Schäden vermeiden und seine Böden mit einfachen Mitteln sauber halten.