Das Ende des klassischen Festnetzes kommt: Wann Ihre Telefonleitung abgeschaltet wird

SEO-Titel: Ende des Festnetzes in Frankreich: Wann wird die alte Telefonleitung abgeschaltet?

Das klassische Telefonnetz in Frankreich steht vor einer grundlegenden Veränderung. Das alte Kupfernetz, über das jahrzehntelang Festnetztelefonie und ADSL-Internet bereitgestellt wurden, wird schrittweise abgeschaltet. Der Prozess hat bereits begonnen und soll bis Ende 2030 abgeschlossen sein.

Für Verbraucher bedeutet das allerdings nicht, dass das Telefonieren über einen Festnetzanschluss grundsätzlich verschwindet. Vielmehr wird die technische Grundlage ausgetauscht: Telefonie und Internet sollen künftig überwiegend über moderne Glasfasernetze laufen.

Warum wird das alte Kupfernetz abgeschaltet?

Das französische Kupfernetz ist inzwischen mehr als 50 Jahre alt. Die Infrastruktur ist aufwendig zu warten und bietet gegenüber modernen Glasfaseranschlüssen deutlich geringere Möglichkeiten für schnelle Internetverbindungen.

Deshalb hat Orange, der Eigentümer des historischen Kupfernetzes, einen schrittweisen Rückbau organisiert. Die Abschaltung erfolgt nicht landesweit an einem einzigen Tag, sondern nach Gemeinden und festgelegten Gebieten.

Was passiert mit dem klassischen Festnetz?

Wer noch ein Telefon direkt an einer klassischen Telefonsteckdose beziehungsweise über das alte Kupfernetz betreibt, kann von der Abschaltung betroffen sein.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen dem Festnetz als Dienst und dem alten Kupfernetz als Technik.

Das Ende des Kupfernetzes bedeutet nicht automatisch das Ende der Festnetztelefonie. Nach dem Wechsel kann ein Festnetztelefon beispielsweise über eine Internetbox und damit über eine IP-Verbindung funktionieren.

Die Abschaltung erfolgt schrittweise

Der Übergang findet in mehreren Etappen statt. Zunächst wird in den betroffenen Gemeinden die Vermarktung neuer Anschlüsse über das Kupfernetz eingestellt. Später folgt die technische Abschaltung.

Zwischen der kommerziellen Schließung und der endgültigen technischen Abschaltung liegt grundsätzlich eine Übergangszeit von mindestens zwölf Monaten.

Deshalb kann die konkrete Abschaltungsfrist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein.

2026 ist ein wichtiges Jahr

Seit dem 31. Januar 2026 dürfen in zahlreichen französischen Gemeinden keine neuen Telefon- oder Internetangebote mehr über das Kupfernetz abgeschlossen werden. Davon sind nach Angaben der zuständigen Stellen inzwischen große Teile des Landes betroffen.

Die technische Abschaltung folgt anschließend schrittweise. In einigen Gebieten hat sie bereits stattgefunden, während andere Gemeinden erst in den kommenden Jahren an der Reihe sind.

Wann wird meine eigene Leitung abgeschaltet?

Eine einzige Abschaltdatum für ganz Frankreich gibt es nicht.

Entscheidend ist vielmehr, in welcher Gemeinde sich der Anschluss befindet und welchem Abschaltungszeitraum sie zugeordnet wurde. Orange stellt dafür eine Karte und einen Zeitplan zur Verfügung, mit denen sich die betroffenen Gemeinden überprüfen lassen.

Wer weiterhin einen alten Anschluss nutzt, sollte deshalb nicht einfach auf das Jahr 2030 warten. Sobald die eigene Gemeinde auf dem Zeitplan steht, sollte die Umstellung rechtzeitig organisiert werden.

Was müssen Betroffene jetzt tun?

Wer bereits einen Glasfaseranschluss besitzt und sein Festnetz über eine entsprechende Internetbox nutzt, muss in der Regel nicht wegen der Abschaltung des Kupfernetzes auf ein völlig neues Telefon verzichten.

Anders sieht es bei Haushalten aus, die noch ausschließlich auf einen klassischen Kupferanschluss angewiesen sind.

Sie sollten prüfen:

  • ob am Wohnort Glasfaser verfügbar ist,
  • wann die eigene Gemeinde vom Kupfernetz getrennt wird,
  • ob der bestehende Telefonanschluss über eine alte Telefonsteckdose läuft,
  • welche Alternative der eigene Anbieter anbietet,
  • und ob für die Umstellung eventuell Arbeiten am Gebäude notwendig sind.

Glasfaser wird zur wichtigsten Alternative

Die wichtigste Ersatztechnologie ist die Glasfaser. Sie kann sowohl den Internetzugang als auch die moderne Festnetztelefonie bereitstellen.

Die französische Regierung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Abschaltung des Kupfernetzes nicht das Ende von Internet und Festnetztelefonie bedeutet. Stattdessen werden diese Dienste auf einer moderneren Infrastruktur weitergeführt.

Auch ältere Menschen sollten die Umstellung nicht ignorieren

Für Menschen, die seit Jahrzehnten dasselbe Telefon benutzen, kann die technische Umstellung zunächst ungewohnt wirken.

Gerade deshalb ist es sinnvoll, sich frühzeitig zu informieren. Wer wartet, bis die alte Leitung tatsächlich abgeschaltet wurde, könnte unnötig unter Zeitdruck geraten.

Das gilt insbesondere für Haushalte, in denen der Festnetzanschluss weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Was passiert mit ADSL?

Nicht nur die klassische Telefonleitung ist betroffen. Auch ADSL, VDSL und andere Internetdienste über das alte Kupfernetz werden schrittweise eingestellt.

Das ADSL-Ende läuft bereits seit dem 31. Januar 2025 in ersten Gemeinden. Der gesamte Kupfernetz-Rückbau soll bis Ende 2030 abgeschlossen werden.

Wer noch einen ADSL-Anschluss verwendet, sollte deshalb ebenfalls prüfen, welche Alternative am eigenen Wohnort verfügbar ist.

Nicht jeder muss sofort handeln

Trotz der großen Veränderung besteht kein Grund zur Panik.

Die Abschaltung erfolgt nach einem festgelegten Zeitplan und nur schrittweise. Außerdem darf die technische Stilllegung in einem Gebiet nicht einfach erfolgen, ohne dass eine geeignete Ersatzlösung berücksichtigt wird.

Wer bereits über Glasfaser oder eine andere moderne Zugangstechnologie versorgt wird, ist von der Abschaltung des alten Kupfernetzes in der Regel deutlich weniger betroffen.

Das Ende einer Ära

Das klassische Kupfertelefonnetz hat die französische Telekommunikation über Jahrzehnte geprägt. Nun wird diese Infrastruktur endgültig durch moderne Netze ersetzt.

Der entscheidende Punkt für Verbraucher lautet deshalb: Nicht das Festnetztelefon verschwindet, sondern die alte technische Infrastruktur dahinter.

Bis Ende 2030 soll das Kupfernetz in Frankreich schrittweise abgeschaltet werden. Wann die eigene Leitung betroffen ist, hängt vom jeweiligen Wohnort und dem dortigen Ausbauzustand ab.

Wer heute noch einen klassischen Anschluss nutzt, sollte deshalb rechtzeitig den eigenen Abschaltungstermin prüfen und sich um eine passende Alternative kümmern.