Ein Foto, das in nur 21 Kilometern Entfernung vom Zuhause des Fotografen aufgenommen wurde, sorgt für Staunen. Auf den ersten Blick scheint darauf eine ungewöhnliche Gestalt am Himmel zu erscheinen. Die Form wirkt beinahe wie eine menschliche Silhouette und lässt schnell Raum für allerlei Spekulationen.
Doch bevor man an etwas Übernatürliches denkt, gibt es eine weitaus naheliegendere Erklärung: Unser Gehirn ist erstaunlich gut darin, in zufälligen Formen bekannte Muster zu erkennen.
Das Geheimnis könnte in unserem eigenen Gehirn liegen
Das Phänomen nennt sich Pareidolie. Damit wird die natürliche Tendenz des Menschen beschrieben, in zufälligen Strukturen vertraute Formen zu erkennen.
Ein klassisches Beispiel sind Wolken, in denen plötzlich Gesichter, Tiere oder menschliche Figuren zu sehen sind. Auch Muster auf Baumrinde, Felsen oder anderen unregelmäßigen Oberflächen können solche Eindrücke hervorrufen.
Unser Gehirn versucht ständig, visuelle Informationen zu ordnen und bekannte Formen wiederzuerkennen. Genau dieser Mechanismus kann dazu führen, dass eine ungewöhnliche Wolkenformation wie eine Gestalt erscheint.
Eine Wolke kann wie eine Figur aussehen
Das bedeutet allerdings nicht, dass das fotografierte Objekt nicht real ist. Die Wolke beziehungsweise die atmosphärische Formation existiert tatsächlich – nur die Interpretation ihrer Form kann täuschen.
Besonders spektakulär können bestimmte Wolkentypen aussehen. Lenticularis-Wolken beispielsweise können eine ungewöhnliche, beinahe scheibenförmige Gestalt annehmen und dadurch an ein unbekanntes Flugobjekt erinnern.
Auch sogenannte Mammatus-Wolken fallen durch ihre auffälligen, rundlichen Strukturen auf. Weitere Wolkenformationen können durch Windbewegungen in großer Höhe außergewöhnliche Formen entwickeln.