Eine besondere Situation bei Dialysepatienten

Es gibt allerdings eine Situation, in der deutlich hervortretende Venen tatsächlich mit einer schweren Nierenerkrankung in Verbindung stehen können – allerdings indirekt.

Menschen mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz können auf eine Dialyse angewiesen sein. Für die Hämodialyse kann eine sogenannte arteriovenöse Fistel (AV-Fistel) am Arm angelegt werden.

Dabei werden eine Arterie und eine Vene chirurgisch miteinander verbunden, damit später wiederholt ein geeigneter Gefäßzugang für die Behandlung zur Verfügung steht.

Die betreffende Vene kann dadurch größer, dicker und stärker sichtbar werden. Diese Veränderung ist jedoch eine Folge des Dialysezugangs und kein direktes Symptom der Nierenerkrankung selbst.

Wann sollte man Veränderungen ernst nehmen?

Nicht jede sichtbare Vene ist ein Grund zur Sorge. Entscheidend ist vielmehr das Gesamtbild.

Wenn ungewöhnliche Veränderungen an den Händen mit anderen Beschwerden wie Schwellungen, Veränderungen beim Wasserlassen, anhaltender Müdigkeit oder erhöhtem Blutdruck einhergehen, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.

Eine Diagnose anhand des Aussehens der Venen ist dagegen nicht möglich.