3. Sicheres Gehen und gutes Gleichgewicht
Auch Gangbild und Gleichgewicht können wichtige Informationen über die körperliche Verfassung liefern. Unsicherheit beim Gehen oder häufige Stürze können dagegen auf eine eingeschränkte körperliche Reserve hinweisen.
Im höheren Lebensalter spielt die Vermeidung von Gebrechlichkeit eine wichtige Rolle. Gebrechlichkeit bezeichnet einen Zustand erhöhter Anfälligkeit gegenüber Belastungen und ist mit einem höheren Risiko für Abhängigkeit und gesundheitliche Komplikationen verbunden.
Deshalb ist ein sicherer Gang zwar ein positives Zeichen für die aktuelle körperliche Funktion, aber keinesfalls ein „Test für die Lebenserwartung“.
4. Ein aktiver Alltag
Ein weiterer wichtiger Hinweis auf gesundes Altern ist nicht ein bestimmtes äußeres Körpermerkmal, sondern die Frage, wie aktiv ein Mensch im Alltag bleibt.
Wer regelmäßig spaziert, sich im Haushalt bewegt, im Garten arbeitet oder andere körperliche Aktivitäten ausübt, vermeidet lange Phasen vollständiger Inaktivität. Die Forschung und Gesundheitsberatung betonen regelmäßig die Bedeutung ausreichender Bewegung auch im höheren Alter.
Dabei kommt es nicht darauf an, mit 60 Jahren sportliche Höchstleistungen zu erreichen. Entscheidend ist vielmehr, die körperliche Aktivität an die eigenen Möglichkeiten anzupassen und möglichst regelmäßig zu bleiben.
5. Ein insgesamt guter Gesundheitszustand
Auch Blutdruck, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-Gesundheit und das Fehlen bestimmter chronischer Erkrankungen beeinflussen die Wahrscheinlichkeit, lange und möglichst gesund zu leben.
Zu den Faktoren, die für gesundes Altern besonders relevant sind, gehören unter anderem regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, ausreichender Schlaf, die Kontrolle von Blutdruck und Stoffwechselwerten sowie der Verzicht auf Tabak. Auch soziale Beziehungen und geistige Aktivität spielen eine wichtige Rolle.
Deshalb sollte man beim Thema Langlebigkeit nicht nach einem einzigen „Geheimzeichen“ suchen.