Das Prinzip hinter sogenannten Eco-Coolern
Eine bekannte DIY-Idee verwendet abgeschnittene Plastikflaschen, die in eine Platte eingesetzt werden. Die Konstruktion wird beispielsweise in einer Fensteröffnung angebracht.
Die Theorie dahinter: Außenluft wird durch die enger werdenden Flaschenöffnungen geführt und gelangt anschließend in den Innenraum. Dadurch kann sich der Luftstrom verändern und subjektiv kühler anfühlen.
Solche Konstruktionen werden häufig als „Klimaanlage ohne Strom“ bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich aber nicht um eine Klimaanlage im klassischen Sinn.
Eine aktuelle Untersuchung eines solchen Flaschen-Systems kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die im Internet verbreiteten Versprechen über eine deutliche Abkühlung kritisch betrachtet werden sollten.
Warum der Effekt nicht mit einer Klimaanlage vergleichbar ist
Eine echte Klimaanlage nimmt Wärme aus dem Innenraum auf und gibt sie außerhalb des Gebäudes wieder ab.
Bei einer einfachen Konstruktion aus Plastikflaschen findet dieser Prozess nicht statt. Es gibt keinen Kältekreislauf, der die Wärme aktiv aus dem Zimmer transportiert.
Der mögliche Nutzen liegt daher eher in einer Verbesserung der Luftbewegung als in einer echten Klimatisierung.
Auch sogenannte mobile Geräte ohne Abluftschlauch sollten nicht automatisch mit einer klassischen Klimaanlage gleichgesetzt werden. Viele dieser Geräte arbeiten beispielsweise mit Wasserverdunstung. Ihre Wirkung hängt stark von der Luftfeuchtigkeit und den Umgebungsbedingungen ab.