Beim Aufschneiden einer Kartoffel erwartet man normalerweise ein gleichmäßig helles Inneres. Umso irritierender ist es, wenn plötzlich ein dunkler oder fast schwarzer Ring sichtbar wird. Doch woher kommt diese auffällige Verfärbung?
Nicht jede ungewöhnliche Stelle hat dieselbe Ursache. Bei Kartoffeln können verschiedene Krankheiten, Lagerprobleme oder andere Veränderungen zu Verfärbungen im Inneren führen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick.
Ein dunkler Ring kann verschiedene Ursachen haben
Eine ringförmige Verfärbung nahe der Schale kann mit einer Erkrankung des Kartoffelknollens zusammenhängen. Beschrieben ist beispielsweise eine sogenannte Stängelfäule, bei der sich beim Aufschneiden ein schwarz-brauner Ring unmittelbar unter der Schale zeigen kann. In schweren Fällen kann sich die Verfärbung weiter in das Innere der Knolle ausbreiten.
Daneben gibt es auch die sogenannte Ringfäule. Dabei kann auf dem Querschnitt ein verfärbter Gefäßring sichtbar werden. Betroffene Bereiche können weich wirken und bei fortschreitender Erkrankung weitere Teile der Kartoffel befallen.
Nicht jede dunkle Stelle bedeutet dasselbe
Eine schwarze oder braune Verfärbung sollte deshalb nicht automatisch einer einzigen Krankheit zugeschrieben werden.
Kartoffeln können aus unterschiedlichen Gründen auffällige Stellen entwickeln. Entscheidend sind unter anderem:
- die genaue Form der Verfärbung
- die Lage innerhalb der Knolle
- die Konsistenz des betroffenen Bereichs
- mögliche Anzeichen von Fäulnis
- ein ungewöhnlicher Geruch
- weitere Veränderungen der Kartoffel
Ein einzelner dunkler Fleck ist daher nicht dasselbe wie ein deutlich ausgeprägter Ring mit weichem oder sich zersetzendem Gewebe.
Was tun, wenn eine Kartoffel innen ungewöhnlich aussieht?
Wer eine Kartoffel aufschneidet und eine ungewöhnliche dunkle Verfärbung entdeckt, sollte die Knolle zunächst genau untersuchen.
Ist die betroffene Stelle klein und die Kartoffel ansonsten fest und unauffällig, lässt sich die Ursache anhand des Aussehens allein nicht immer eindeutig bestimmen. Bei größeren Verfärbungen, weichen Stellen, Fäulnis oder unangenehmem Geruch ist dagegen besondere Vorsicht angebracht.
Kartoffeln mit deutlichen Anzeichen von Verderb sollten nicht einfach bedenkenlos weiterverwendet werden.
Warum das Aussehen allein manchmal nicht reicht
Verschiedene Kartoffelkrankheiten können ähnliche Symptome verursachen. Selbst Fachquellen unterscheiden deshalb zwischen unterschiedlichen Formen von Verfärbungen und Fäulnis.
Bei der Ringfäule beispielsweise wird ein verfärbter Ring im Bereich des Gefäßsystems beschrieben. Mit fortschreitender Erkrankung können betroffene Gewebe weich werden und weitere Teile der Knolle betroffen sein.
Das zeigt: Eine ungewöhnliche Farbe allein erlaubt noch keine sichere Diagnose.
Kartoffeln richtig kontrollieren
Vor der Zubereitung lohnt es sich, Kartoffeln kurz zu kontrollieren. Besonders bei länger gelagerten Knollen sollte man auf sichtbare Veränderungen achten.
Kartoffeln, die deutlich beschädigt, faulig, ungewöhnlich weich oder stark verändert sind, sollten aussortiert werden. Auch beim Einkauf kann ein kurzer Blick auf die Knollen helfen, auffällige Exemplare zu erkennen.
Fazit
Ein schwarzer Ring im Inneren einer Kartoffel ist nicht automatisch ein Zeichen für ein bestimmtes Problem. Ringförmige Verfärbungen können jedoch bei verschiedenen Kartoffelkrankheiten auftreten und sollten deshalb nicht pauschal als harmlos bezeichnet werden.
Entscheidend sind das gesamte Erscheinungsbild der Kartoffel, die Konsistenz und mögliche Anzeichen von Fäulnis. Wer deutliche Veränderungen feststellt, sollte die betroffene Kartoffel lieber aussortieren, anstatt ein mögliches Verderbnisrisiko zu ignorieren.