Eine selbstgemachte Schoko-Haselnuss-Creme lässt sich mit wenigen Zutaten zubereiten und ist eine köstliche Alternative zum gekauften Brotaufstrich. Geröstete Haselnüsse, Schokolade und etwas Kakao sorgen für das typische Aroma, während die Zutatenmenge ganz nach dem eigenen Geschmack angepasst werden kann.
Ob zum Frühstück auf Brot, für Crêpes oder als Füllung für Desserts – eine selbstgemachte Nuss-Nougat-Creme ist vielseitig einsetzbar und überraschend einfach herzustellen.
Welche Zutaten werden benötigt?
Für eine einfache hausgemachte Schoko-Haselnuss-Creme braucht man:
- 200 g Haselnüsse
- 100 g Vollmilchschokolade
- 1 EL ungesüßtes Kakaopulver
- 1–2 EL neutrales Pflanzenöl oder Haselnussöl
- etwas Vanille nach Geschmack
- 1 Prise Salz
- optional etwas Puderzucker, wenn die Creme süßer sein soll
Je nach gewünschter Konsistenz kann die Menge des Öls leicht angepasst werden. Ähnliche Rezepte arbeiten ebenfalls mit gerösteten Haselnüssen, Schokolade, Kakao und etwas Öl.
Warum werden die Haselnüsse geröstet?
Das Rösten ist einer der wichtigsten Schritte bei der Zubereitung.
Die Haselnüsse werden auf einem Backblech verteilt und im vorgeheizten Backofen geröstet. Dadurch entwickeln sie ein intensiveres, aromatisches Röstaroma.
Anschließend lässt man sie kurz abkühlen. Wer möchte, kann die lockeren Schalen entfernen, indem die warmen Haselnüsse in ein sauberes Küchentuch gegeben und vorsichtig aneinandergerieben werden.
Haselnüsse zu einer Creme verarbeiten
Nun kommen die gerösteten Haselnüsse in einen leistungsfähigen Mixer oder eine Küchenmaschine.
Zuerst werden die Nüsse fein zerkleinert. Nach und nach entsteht aus dem Haselnussmehl eine immer cremigere Masse, weil das natürliche Öl der Nüsse freigesetzt wird.
Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern. Zwischendurch sollte das Gerät bei Bedarf kurz angehalten werden, damit die Masse nicht unnötig warm wird.
Eine möglichst leistungsfähige Küchenmaschine erleichtert diesen Schritt erheblich.
Schokolade vorsichtig schmelzen
Während die Haselnüsse verarbeitet werden, kann die Schokolade geschmolzen werden.
Das funktioniert entweder im Wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle. Bei der Mikrowellenmethode sollte die Schokolade in kurzen Intervallen erwärmt und zwischendurch umgerührt werden.
So lässt sich verhindern, dass sie überhitzt oder anbrennt.
Alle Zutaten miteinander vermischen
Sobald die Haselnussmasse cremig ist und die Schokolade vollständig geschmolzen wurde, werden beide miteinander vermischt.
Anschließend kommen Kakaopulver, Vanille und eine kleine Prise Salz hinzu.
Das Öl wird nach und nach eingearbeitet. Dadurch lässt sich die Konsistenz der Creme beeinflussen.
Wer eine besonders glatte und flüssigere Creme bevorzugt, kann etwas mehr Öl verwenden. Für eine dickere Konsistenz genügt entsprechend weniger.
Ähnliche Hausrezepte kombinieren ebenfalls Haselnusspaste mit geschmolzener Schokolade und weiteren Zutaten und mixen alles anschließend zu einer homogenen Creme.
So wird die Creme besonders cremig
Für eine möglichst feine Konsistenz sollten die Haselnüsse ausreichend lange gemixt werden.
Wenn der Mixer nicht besonders leistungsstark ist, kann die Creme etwas körniger bleiben. Das ist kein Problem, wenn man eine leicht rustikale Konsistenz mag.
Wer dagegen eine sehr glatte Schoko-Haselnuss-Creme möchte, kann die fertige Masse zusätzlich durch ein feines Sieb streichen. Auch bei professionelleren Rezepten wird dieser Schritt empfohlen, wenn eine besonders glatte Textur gewünscht ist.
Wie kann man die Süße anpassen?
Der Süßegrad hängt vor allem von der verwendeten Schokolade ab.
Vollmilchschokolade bringt bereits eine deutliche Süße mit. Wer es weniger süß mag, kann deshalb auf eine dunklere Schokolade zurückgreifen.
Soll die Creme dagegen süßer werden, kann etwas Puderzucker ergänzt werden.
Wichtig ist, den Zucker schrittweise hinzuzufügen und zwischendurch zu probieren.
Hausgemachte Nuss-Nougat-Creme ohne Palmöl
Ein häufiger Grund, Schoko-Haselnuss-Creme selbst herzustellen, ist die Möglichkeit, die Zutaten selbst auszuwählen.
Je nach Rezept kann eine hausgemachte Variante beispielsweise ohne Palmöl, mit einem höheren Haselnussanteil oder mit weniger Zucker zubereitet werden.
Dabei sollte man allerdings nicht automatisch davon ausgehen, dass jede selbstgemachte Version „gesünder“ ist. Auch eine selbstgemachte Creme kann durch Schokolade, Zucker und Öl reich an Kalorien sein.
Der größte Vorteil liegt vielmehr darin, dass man selbst entscheidet, welche Zutaten verwendet werden.
Wofür kann man die Creme verwenden?
Die fertige Schoko-Haselnuss-Creme eignet sich für zahlreiche Desserts.
Besonders lecker schmeckt sie:
- auf frischem Brot oder Toast
- auf Pancakes
- auf Crêpes
- als Füllung für Pfannkuchen
- auf Brioche
- als Topping für Desserts
- zum Füllen von Gebäck
- direkt aus dem Glas als süßer Snack
Auch andere Rezepte empfehlen hausgemachte Nuss-Schoko-Creme als Brotaufstrich oder zum Verfeinern von Crêpes und Desserts.
Wie wird die selbstgemachte Creme aufbewahrt?
Die fertige Creme sollte in ein sauberes, gut verschließbares Glas gefüllt werden.
Da selbstgemachte Varianten je nach Zutaten und Zubereitung keine industriell abgestimmte Haltbarkeit besitzen, sollte man bei der Lagerung vorsichtig sein. Insbesondere Rezepte mit Milch oder anderen frischen Zutaten sind empfindlicher.
Am besten orientiert man sich an den verwendeten Zutaten und bewahrt die Creme entsprechend den Empfehlungen des jeweiligen Rezepts auf.
Der Unterschied zur gekauften Variante
Eine industrielle Nuss-Nougat-Creme wird speziell für eine lange Haltbarkeit und eine gleichbleibende Konsistenz hergestellt. Bei selbstgemachter Creme können sich dagegen Textur und Geschmack stärker verändern.
Auch die Zutaten unterscheiden sich. Das Originalprodukt Nutella enthält unter anderem Zucker, Palmöl, Haselnüsse, Magermilchpulver und Kakao.
Bei einer selbstgemachten Variante kann die Rezeptur dagegen individuell angepasst werden.
Kleine Variationen für jeden Geschmack
Das Grundrezept lässt sich problemlos verändern.
Für ein intensiveres Schokoladenaroma kann etwas mehr Kakao verwendet werden. Wer den Haselnussgeschmack stärker hervorheben möchte, kann den Anteil gerösteter Haselnüsse erhöhen.
Auch verschiedene Schokoladensorten bieten interessante Möglichkeiten. Mit dunkler Schokolade wird der Geschmack kräftiger und weniger süß, während Vollmilchschokolade für eine besonders milde und süße Creme sorgt.
Eine kleine Prise Salz kann ebenfalls dazu beitragen, die Aromen von Schokolade und Haselnüssen stärker hervorzuheben.
Fazit: Nutella selber machen ist einfacher als gedacht
Eine hausgemachte Schoko-Haselnuss-Creme lässt sich mit wenigen Zutaten und etwas Geduld problemlos selbst herstellen.
Der wichtigste Schritt ist das Rösten der Haselnüsse. Anschließend werden sie zu einer cremigen Paste verarbeitet und mit geschmolzener Schokolade, Kakao und weiteren Zutaten vermischt.
Das Ergebnis kann individuell angepasst werden – von besonders schokoladig bis intensiv nussig. Wer gerne selbstgemachte Brotaufstriche ausprobiert, sollte dieses einfache Rezept unbedingt einmal testen.