Diese 5 Lebensmittel enthalten Phytoöstrogene und können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein

SEO-Titel: 5 Lebensmittel mit Phytoöstrogenen: Soja, Bohnen & Co. für die Ernährung

Östrogen ist ein wichtiges körpereigenes Hormon, das unter anderem an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt ist. Bestimmte pflanzliche Lebensmittel enthalten sogenannte Phytoöstrogene. Dabei handelt es sich um pflanzliche Verbindungen, die strukturell Ähnlichkeiten mit Östrogen aufweisen und mit Östrogenrezeptoren im Körper interagieren können.

Der von Ihnen verlinkte Beitrag nennt fünf Lebensmittelgruppen, die besonders interessant sein sollen. Wichtig ist dabei: Diese Lebensmittel enthalten nicht einfach menschliches Östrogen und ersetzen keine medizinische Behandlung bei einem tatsächlichen Hormonmangel.

1. Sojabohnen und andere Bohnen

An erster Stelle stehen Bohnen, insbesondere Sojabohnen. Soja enthält Isoflavone, die zu den Phytoöstrogenen gehören. Zu den bekannten Sojaprodukten zählen beispielsweise Tofu, Tempeh und Sojamilch.

Eine abwechslungsreiche Ernährung kann Sojaprodukte daher als pflanzliche Proteinquelle einbeziehen. Gleichzeitig sollte man nicht davon ausgehen, dass der Verzehr von Soja den körpereigenen Östrogenspiegel automatisch erhöht.

2. Leinsamen

Leinsamen gehören zu den besonders bekannten Quellen für pflanzliche Lignane. Diese Verbindungen werden ebenfalls den Phytoöstrogenen zugerechnet.

Leinsamen lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren – beispielsweise gemahlen in Haferflocken, Joghurt oder einem Smoothie. Neben den pflanzlichen Verbindungen liefern sie auch Ballaststoffe.

3. Sesamsamen

Auch Sesamsamen enthalten Lignane und werden deshalb häufig im Zusammenhang mit Phytoöstrogenen genannt.

Sie können beispielsweise über Salate gestreut, in Brot und Gebäck verwendet oder Bestandteil von Gerichten mit Gemüse und Hülsenfrüchten sein.

4. Kichererbsen

Kichererbsen gehören ebenfalls zu den Lebensmitteln, die pflanzliche Verbindungen mit östrogenähnlichen Eigenschaften enthalten. Sie liefern darüber hinaus pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe.

Ob als Hummus, in Salaten oder als Bestandteil warmer Gerichte: Kichererbsen lassen sich vielseitig verwenden und können eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen.

5. Weitere Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte

Neben Soja und Kichererbsen werden auch andere Hülsenfrüchte sowie bestimmte Getreideprodukte als Quellen für Phytoöstrogene genannt. Dazu gehören unter anderem Bohnen sowie Hafer und Gerste.

Damit zeigt sich, dass eine Ernährung mit unterschiedlichen pflanzlichen Lebensmitteln verschiedene natürliche Pflanzenstoffe liefern kann.

Phytoöstrogene sind nicht dasselbe wie Östrogen

Der Begriff „Lebensmittel mit Östrogen“ kann leicht missverstanden werden. Phytoöstrogene sind pflanzliche Stoffe und keine identische Form des menschlichen Hormons Östrogen.

Ihre Wirkung im Körper ist komplex. Je nach Art der Verbindung, Konzentration und individueller Situation können sie unterschiedlich mit Östrogenrezeptoren interagieren. Deshalb lässt sich nicht einfach sagen, dass ein bestimmtes Lebensmittel den Östrogenspiegel zuverlässig erhöht.

Welche Rolle spielt die Ernährung während der Wechseljahre?

Phytoöstrogenhaltige Lebensmittel werden besonders häufig im Zusammenhang mit den Wechseljahren diskutiert. Einige Untersuchungen und Ernährungsempfehlungen beschäftigen sich beispielsweise mit Sojaprodukten und möglichen Auswirkungen auf Beschwerden wie Hitzewallungen.

Eine ausgewogene Ernährung sollte jedoch nicht auf ein einzelnes Lebensmittel oder einen einzelnen Pflanzenstoff reduziert werden. Vielmehr kommt es auf die gesamte Ernährungsweise an.

Fazit

Sojabohnen, Leinsamen, Sesamsamen und Kichererbsen gehören zu den Lebensmitteln, die relevante pflanzliche Verbindungen wie Isoflavone oder Lignane enthalten. Sie können problemlos Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.

Wer gezielt wegen vermutetem Östrogenmangel oder hormonellen Beschwerden seine Ernährung verändern möchte, sollte allerdings nicht allein auf sogenannte „östrogenreiche Lebensmittel“ setzen. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Die Aussagen über Phytoöstrogene sind zudem nicht mit einer medizinischen Hormontherapie gleichzusetzen.