Eine verstopfte Toilette kommt meist genau dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Doch nicht bei jeder leichten Verstopfung muss sofort ein chemischer Reiniger oder der Klempner zum Einsatz kommen. Mit zwei einfachen Dingen, die in vielen Haushalten vorhanden sind, lässt sich ein kleiner Pfropf unter Umständen lösen: Spülmittel und heißes, aber nicht kochendes Wasser.
Die Methode eignet sich vor allem bei leichten bis mäßigen Verstopfungen, beispielsweise wenn sich zu viel Toilettenpapier angesammelt hat. Bei einem hartnäckigen oder tiefer sitzenden Hindernis reicht sie dagegen möglicherweise nicht aus.
Warum Spülmittel helfen kann
Spülmittel kann als Gleitmittel wirken und dabei helfen, Ablagerungen und einen leichten Pfropf im Abfluss beweglicher zu machen.
Genau darauf setzt die einfache Hausmethode: Das Spülmittel wird zunächst in die Toilettenschüssel gegeben und bekommt etwas Zeit, um sich im Wasser zu verteilen.
Anschließend kommt heißes Wasser hinzu. Die Kombination aus Wärme und der gleitenden Wirkung des Spülmittels kann dazu beitragen, dass sich ein leichter Pfropf löst.
So funktioniert die Methode
1. Zunächst nicht noch einmal spülen
Wenn das Wasser bereits hoch in der Schüssel steht, sollte die Spülung nicht erneut betätigt werden. Sonst kann die Toilette überlaufen.
Bei einem sehr hohen Wasserstand kann zunächst vorsichtig etwas Wasser entfernt werden.
2. Spülmittel in die Schüssel geben
Geben Sie ungefähr eine halbe Tasse Spülmittel direkt in die Toilettenschüssel.
Anschließend sollte das Spülmittel etwa 25 bis 30 Minuten einwirken. Dadurch kann es sich verteilen und den Pfropf besser benetzen.
3. Wasser erhitzen
Während das Spülmittel einwirkt, kann ein Eimer Wasser erhitzt werden.
Das Wasser sollte heiß, aber keinesfalls kochend sein. Kochendes Wasser kann bei bestimmten Toilettenbecken zu einem Temperaturschock führen und die Keramik beschädigen.
4. Das heiße Wasser vorsichtig hinzufügen
Nach der Einwirkzeit wird das heiße Wasser vorsichtig in die Toilettenschüssel gegossen.
Dabei sollte langsam und kontrolliert vorgegangen werden, damit kein Wasser über den Rand läuft.
Die Wärme und die zusätzliche Wassermenge können gemeinsam mit dem Spülmittel dazu beitragen, dass sich ein leichter Pfropf löst.
Wann diese Methode besonders geeignet ist
Die Hausmethode ist vor allem für kleinere und frisch entstandene Verstopfungen gedacht.
Wenn beispielsweise zu viel Toilettenpapier im Abfluss steckt, kann die Kombination aus Spülmittel und warmem Wasser einen Versuch wert sein.
Bei einem festen Gegenstand, einer tief sitzenden Verstopfung oder einem vollständig blockierten Abfluss sollte man dagegen nicht erwarten, dass ein Hausmittel das Problem zuverlässig beseitigt. Mechanische Hilfsmittel wie eine geeignete Saugglocke oder ein Toiletten-Abflussreiniger können dann sinnvoller sein.
Was man besser nicht tun sollte
Bei einer verstopften Toilette können einige gut gemeinte Maßnahmen die Situation verschlimmern.
Nicht ständig die Spülung betätigen: Wenn das Wasser nicht abläuft, steigt mit jeder weiteren Spülung das Risiko eines Überlaufens.
Kein kochendes Wasser verwenden: Sehr heißes beziehungsweise kochendes Wasser kann die Keramik beschädigen.
Keine verschiedenen Reinigungsmittel miteinander vermischen: Besonders wichtig ist, niemals chemische Abflussreiniger mit anderen Reinigungsmitteln zu kombinieren. Solche Mischungen können gefährliche Reaktionen oder reizende Dämpfe verursachen.
Was tun, wenn das Wasser weiterhin nicht abläuft?
Wenn sich nach dem Versuch nichts verändert, sollte man nicht immer wieder dieselbe Methode anwenden.
Eine Saugglocke kann bei einem typischen WC-Pfropf deutlich besser geeignet sein. Auch ein spezieller Toiletten-Abflussreiniger beziehungsweise eine Rohrreinigungsspirale kann bei tiefer sitzenden Verstopfungen eingesetzt werden.
Wenn die Toilette trotz mehrerer Versuche weiterhin blockiert bleibt oder das Problem regelmäßig zurückkommt, kann eine professionelle Überprüfung sinnvoll sein. Wiederkehrende Verstopfungen können auf ein tiefer liegendes Problem im Abwassersystem hinweisen.
Auch die Ursache sollte berücksichtigt werden
Eine Toilette verstopft nicht ohne Grund. Häufig spielen große Mengen Toilettenpapier eine Rolle. Aber auch Gegenstände, Feuchttücher oder andere Materialien, die nicht in die Toilette gehören, können Probleme verursachen.
Deshalb sollte man darauf achten, nur Toilettenpapier und dafür vorgesehene Abfälle über die Toilette zu entsorgen.
Fazit
Eine leichte Toilettenverstopfung lässt sich manchmal mit einer einfachen Kombination aus Spülmittel und heißem Wasser lösen. Dafür wird zunächst etwa eine halbe Tasse Spülmittel in die Schüssel gegeben und rund 25 bis 30 Minuten einwirken gelassen. Anschließend wird vorsichtig heißes, aber nicht kochendes Wasser hinzugefügt.
Die Methode ist unkompliziert und einen Versuch wert, wenn es sich um einen kleinen Pfropf handelt. Bei einer starken oder wiederkehrenden Verstopfung sollte man dagegen nicht auf Hausmittel allein vertrauen. Dann sind geeignete mechanische Hilfsmittel oder gegebenenfalls professionelle Hilfe die bessere Wahl.