Sardinen aus der Dose sind praktisch, lange haltbar und schnell servierbereit. Gleichzeitig werden sie häufig unterschätzt: Viele Menschen gehen mit geöffneten Konserven so um, als könnten sie nach dem Öffnen noch genauso lange aufbewahrt werden wie zuvor.
Dabei gibt es einige einfache Regeln, die bei Einkauf, Lagerung und Verzehr beachtet werden sollten.
1. Eine beschädigte Dose trotzdem verwenden
Eine Konserve sollte vor dem Öffnen genau kontrolliert werden. Stark aufgeblähte, undichte, rostige oder erheblich beschädigte Dosen gehören nicht auf den Teller.
Auch bei ungewöhnlichem Geruch oder auffälligem Aussehen des Inhalts sollte man vorsichtig sein. Die lange Haltbarkeit einer ungeöffneten Konserve bedeutet nicht, dass jede beschädigte Dose automatisch sicher ist.
2. Geöffnete Sardinen tagelang im Kühlschrank lassen
Das ist einer der häufigsten Fehler.
Nach dem Öffnen verändert sich die Haltbarkeit der Sardinen deutlich. Eine wissenschaftliche Untersuchung untersuchte verschiedene Sardinenkonserven bei 4 °C und stellte fest, dass Sardinen in Salzlake oder Pflanzenöl für die beste Qualität nur etwa einen Tag nach dem Öffnen aufbewahrt werden sollten. Sardinen in Tomatensauce hielten sich in der Untersuchung bis zu drei Tage.
Deshalb sollte man die Angaben des jeweiligen Herstellers beachten und geöffnete Sardinen nicht unnötig lange aufbewahren.
3. Die Sardinen einfach in der geöffneten Dose stehen lassen
Nach dem Öffnen sollte man den Inhalt nicht einfach über längere Zeit in der geöffneten Metalldose lagern.
Sinnvoller ist es, übrig gebliebene Sardinen in ein geeignetes, verschließbares Gefäß zu geben und anschließend im Kühlschrank aufzubewahren.
Noch besser ist es natürlich, die Menge zu kaufen beziehungsweise zu verwenden, die tatsächlich benötigt wird.
4. Jede Sardinenkonserve ernährungsphysiologisch gleich behandeln
Nicht jede Dose enthält genau dasselbe.
Sardinen können in Wasser beziehungsweise Salzlake, Pflanzenöl oder verschiedenen Saucen eingelegt sein. Dadurch können sich unter anderem Kalorien- und Salzgehalt unterscheiden.
Wer auf die tägliche Salzaufnahme achten möchte, sollte deshalb einen Blick auf die Nährwerttabelle werfen. Auch bei eingelegten Sardinen können Öl und Sauce einen wesentlichen Unterschied machen.
5. Die weichen Gräten wegwerfen
Viele Menschen entfernen die kleinen Gräten aus Sardinen, obwohl diese bei handelsüblichen Konserven normalerweise weich genug zum Mitessen sind.
Gerade Sardinen mit essbaren Gräten können eine interessante Calciumquelle darstellen. Durch den Konservierungsprozess werden die Gräten weich.
Wer die Konsistenz nicht mag, kann natürlich weiterhin grätenfreie Produkte wählen. Gesundheitlich notwendig ist das Entfernen der weichen Gräten bei einer geeigneten Konserve jedoch nicht.
Warum Sardinen überhaupt so interessant sind
Sardinen liefern hochwertiges Eiweiß und enthalten unter anderem Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12, Vitamin D und Calcium.
Außerdem gehören Sardinen zu den kleineren Fischarten und werden im Allgemeinen als quecksilberärmere Fischwahl angesehen als viele größere Raubfische.
Damit können Sardinen durchaus Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Auf den Salz- und Ölgehalt achten
Der gesundheitliche Wert einer Sardinenmahlzeit hängt nicht nur vom Fisch selbst ab. Auch die Art der Konserve spielt eine Rolle.
Sardinen in Salzlake können relativ viel Natrium enthalten, während Varianten in Öl zusätzliche Energie liefern. Wer regelmäßig Konservenfisch isst, sollte deshalb unterschiedliche Produkte vergleichen und die Nährwertangaben beachten.
Was nach dem Öffnen besonders wichtig ist
Die wichtigste Regel lautet: Geöffnete Sardinen nicht wie eine ungeöffnete Konserve behandeln.
Nach dem Öffnen sollte der Fisch gekühlt und möglichst schnell verbraucht werden. Die konkrete Haltbarkeit hängt unter anderem von der Sauce beziehungsweise dem Einlegemedium ab. Eine wissenschaftliche Untersuchung fand bei Sardinen in Salzlake und Pflanzenöl eine kürzere optimale Aufbewahrungsdauer als bei Sardinen in Tomatensauce.
Bei Unsicherheit sollte man sich an die Angaben des Herstellers halten und verdächtig aussehenden oder riechenden Fisch nicht mehr essen.
Sardinen sind kein Grund, auf frischen Fisch zu verzichten
Konserven haben einen großen praktischen Vorteil: Sie können lange ungeöffnet gelagert werden und sind sofort verfügbar.
Das bedeutet aber nicht, dass frischer oder tiefgekühlter Fisch grundsätzlich schlechter wäre. Sardinen aus der Dose sind vielmehr eine unkomplizierte Möglichkeit, Fisch in den Alltag einzubauen.
Fazit
Sardinen aus der Dose sind praktisch und nährstoffreich – vorausgesetzt, man geht richtig mit ihnen um.
Zu den häufigsten Fehlern gehören beschädigte Konserven zu verwenden, geöffnete Dosen zu lange aufzubewahren, Sardinen nach dem Öffnen ungekühlt stehen zu lassen und die Nährwertangaben von Salzlake, Öl oder Sauce zu ignorieren.
Wer auf eine unbeschädigte Dose achtet, geöffnete Sardinen schnell verbraucht und die Verpackungsangaben berücksichtigt, kann die praktische Fischkonserve problemlos in eine abwechslungsreiche Ernährung integrieren.