SEO-Titel: Airfryer kaufen? Diese Nachteile sollten Sie vor dem Kauf kennen
Airfryer sind aus vielen Küchen kaum noch wegzudenken. Sie versprechen knusprige Pommes, Gemüse, Fleisch und andere Speisen mit deutlich weniger Öl als eine klassische Fritteuse. Gleichzeitig sind die Geräte kompakt und heizen wesentlich schneller auf als ein großer Backofen.
Trotz dieser Vorteile ist ein Airfryer nicht automatisch die beste Anschaffung für jeden Haushalt. Je nach Kochgewohnheiten können begrenztes Fassungsvermögen, zusätzlicher Platzbedarf, Reinigung und die Art der zubereiteten Speisen gegen den Kauf sprechen.
Was genau ist ein Airfryer?
Ein Airfryer funktioniert im Grunde wie ein kleiner Umluftofen. Ein Heizelement erwärmt die Luft, während ein kräftiger Ventilator sie schnell um das Gargut zirkulieren lässt.
Dadurch entsteht an der Oberfläche eine trockene, knusprige Schicht. Im Gegensatz zur klassischen Fritteuse werden die Lebensmittel jedoch nicht in einem großen Ölbad gegart. Für viele Speisen reicht sehr wenig zusätzliches Öl.
Der erste Nachteil: Die Kapazität ist begrenzt
Für ein oder zwei Personen kann die Größe eines Airfryers sehr praktisch sein. Schwieriger wird es bei größeren Familien.
Die Garkammer ist deutlich kleiner als die eines normalen Backofens. Wer beispielsweise eine größere Menge Pommes, Gemüse oder Fleisch zubereiten möchte, muss unter Umständen mehrere Durchgänge einplanen.
Damit verschwindet ein Teil des Zeitvorteils. Vergleichstests zeigen, dass Airfryer besonders bei kleinen Mengen energieeffizient sein können. Wenn jedoch mehrere Chargen notwendig sind, kann ein großer Backofen die praktischere Lösung sein.
Ein weiteres Problem: Der Airfryer braucht Platz
Ein Airfryer ist zwar kleiner als ein Backofen, aber keineswegs winzig.
Das Gerät benötigt einen festen Platz auf der Arbeitsfläche oder muss nach jeder Benutzung verstaut werden. Gerade in kleinen Küchen kann das schnell störend werden.
Vor dem Kauf lohnt es sich deshalb, nicht nur die Größe des Korbs zu betrachten, sondern auch die Außenmaße des gesamten Geräts.
Nicht jedes Gericht gelingt besser
Ein Airfryer eignet sich hervorragend für bestimmte Speisen, ist aber kein vollständiger Ersatz für jede andere Garmethode.
Kartoffeln, paniertes Gemüse, Hähnchen oder bestimmte Snacks können von der intensiven Umluft profitieren. Andere Speisen lassen sich in einer Pfanne, einem Topf oder einem normalen Backofen genauso gut oder sogar besser zubereiten.
Auch bei klassisch frittierten Lebensmitteln sollte man keine identische Textur erwarten. Im Vergleich zum Frittieren kann das Ergebnis teilweise weniger knusprig ausfallen.
Die Reinigung sollte nicht unterschätzt werden
Nach dem Kochen bleiben Fett, Krümel und Speisereste im Korb beziehungsweise in der Schublade zurück.
Diese sollten regelmäßig entfernt werden. Besonders bei fettigen Lebensmitteln ist eine gründliche Reinigung wichtig, damit sich keine hartnäckigen Rückstände ansammeln.
Aktuelle Empfehlungen raten dazu, die herausnehmbaren Teile nach der Nutzung mit warmem Wasser und Spülmittel zu reinigen. Aggressive Scheuermittel oder harte Schwämme können eine vorhandene Antihaftbeschichtung beschädigen.
Auch das Geräusch kann störend sein
Während des Betriebs arbeitet ein kräftiger Ventilator. Deshalb ist ein Airfryer nicht völlig geräuschlos.
In einer offenen Küche oder in einer kleinen Wohnung kann das Geräusch je nach Modell auffallen. Wer besonders geräuschempfindlich ist, sollte diesen Punkt bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. Auch unabhängige Produkttests beziehen die Lautstärke deshalb in ihre Bewertungen ein.
Ist ein Airfryer wirklich gesünder?
Hier lohnt sich ein genauer Blick.
Ein Airfryer kann gegenüber dem klassischen Frittieren eine sinnvolle Alternative sein, weil deutlich weniger Öl benötigt wird. Dadurch können frittierte Speisen weniger Fett und Kalorien enthalten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch jedes Lebensmittel aus dem Airfryer gesund ist.
Pommes, Würstchen oder stark verarbeitete panierte Produkte bleiben dieselben Lebensmittel – unabhängig davon, ob sie in einem Airfryer oder in einer anderen Garmethode zubereitet werden.
Der Airfryer reduziert also vor allem den zusätzlichen Ölanteil. Er verwandelt ein stark verarbeitetes Lebensmittel nicht automatisch in eine gesunde Mahlzeit.
Hohe Temperaturen bleiben ein Thema
Beim Garen mit hoher Temperatur laufen unter anderem Bräunungsreaktionen ab. Dabei können verschiedene hitzebedingte Verbindungen entstehen.
Eine aktuelle Untersuchung zu den Emissionen von Airfryern zeigte, dass beim Garen flüchtige organische Verbindungen, Stickoxide und ultrafeine Partikel entstehen können. Die Menge hing stark von der Art des Lebensmittels ab. Bei fettreichen Lebensmitteln waren die Partikelemissionen höher. Gleichzeitig lagen die modellierten Belastungen bei normaler Küchengröße deutlich niedriger als bei herkömmlichem Frittieren.
Das ist kein Grund, Airfryer grundsätzlich als gefährlich einzustufen. Es zeigt vielmehr, dass auch bei dieser Garmethode die üblichen Regeln für gute Küchenlüftung und sauberes Arbeiten sinnvoll sind.
Beschädigte Beschichtungen sollten ernst genommen werden
Viele Airfryer verfügen über antihaftbeschichtete Körbe oder Schubladen.
Solche Oberflächen sollten nicht mit Metallbesteck oder aggressiven Schwämmen zerkratzt werden. Bei sichtbaren Beschädigungen sollte die Gebrauchsanweisung des Herstellers beachtet und gegebenenfalls das betroffene Teil ersetzt werden.
Es gibt inzwischen auch Modelle mit Edelstahl- oder Keramikoberflächen, sodass Käufer verschiedene Bauweisen zur Auswahl haben.
Wann sich ein Airfryer trotzdem lohnt
Trotz der genannten Nachteile kann ein Airfryer eine sehr praktische Anschaffung sein.
Besonders interessant ist er für Haushalte, die regelmäßig kleine Portionen zubereiten und schnell knusprige Speisen auf den Tisch bringen möchten.
Auch beim Energieverbrauch kann ein Airfryer Vorteile haben. Vergleichstests zeigen, dass er bei kleineren Mengen häufig deutlich weniger Energie benötigt als ein großer Backofen.
Für wen der Kauf weniger sinnvoll sein kann
Ein Airfryer ist möglicherweise keine Priorität, wenn Sie:
- bereits einen leistungsfähigen Umluftbackofen besitzen,
- meistens für viele Personen kochen,
- wenig Platz auf der Arbeitsfläche haben,
- nur selten knusprige Speisen zubereiten,
- oder möglichst wenige Küchengeräte besitzen möchten.
In solchen Fällen kann der zusätzliche Apparat mehr Platz beanspruchen, als er tatsächlich Nutzen bringt.
Vor dem Kauf die eigenen Kochgewohnheiten prüfen
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: „Ist ein Airfryer gut oder schlecht?“
Sinnvoller ist die Frage: „Passt ein Airfryer zu meinem Alltag?“
Wer häufig kleine Portionen zubereitet, kann von der schnellen Aufheizzeit und dem geringen Ölbedarf profitieren. Wer dagegen regelmäßig große Mengen für eine Familie kocht, könnte mit einem Backofen besser bedient sein.
Fazit
Ein Airfryer ist weder ein überflüssiges Küchengerät noch eine perfekte Lösung für jeden Haushalt.
Seine größten Vorteile liegen in der schnellen Zubereitung, dem geringen Ölbedarf und der effizienten Nutzung bei kleineren Portionen. Dem stehen begrenzter Platz, eine relativ kleine Garkapazität, Reinigungsaufwand und mögliche Einschränkungen bei bestimmten Gerichten gegenüber.
Wer vor dem Kauf seine eigenen Kochgewohnheiten berücksichtigt, kann leichter entscheiden, ob sich die Investition tatsächlich lohnt. Für einen Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt kann der Airfryer ausgesprochen praktisch sein – für eine große Familie, die regelmäßig viele Portionen gleichzeitig zubereitet, ist ein geräumiger Backofen möglicherweise die bessere Wahl.