Womit werden Baumstämme weiß gestrichen?
Beim Weißeln kommen unterschiedliche Produkte und Mischungen zum Einsatz. Der Fachbegriff „Whitewashing“ bezeichnet grundsätzlich das Auftragen einer weißen Beschichtung auf den Stamm.
Die University of California empfiehlt für bestimmte Anwendungen eine weiße, wasserbasierte Innen-Latexfarbe, die mit einem gleichen Anteil Wasser verdünnt wird. Dabei wird ausdrücklich zwischen geeigneten wasserbasierten Produkten und ungeeigneten Beschichtungen unterschieden.
Wer einen eigenen Baum behandeln möchte, sollte deshalb nicht einfach irgendeine Farbe verwenden, sondern sich an fachkundige Empfehlungen für die jeweilige Baumart und Situation halten.
Eine alte Methode mit praktischem Hintergrund
Das Weißeln von Baumstämmen mag auf den ersten Blick ungewöhnlich aussehen. Tatsächlich verfolgt die Methode jedoch einen nachvollziehbaren Zweck: Die helle Oberfläche reflektiert Sonnenlicht und kann dadurch die Erwärmung der Rinde reduzieren.
Besonders bei jungen oder dünnrindigen Bäumen kann dies helfen, Schäden durch starke Sonneneinstrahlung und schnelle Temperaturwechsel zu vermeiden.
Fazit
Wenn Sie künftig einen Baum mit einem weiß gestrichenen Stamm sehen, steckt dahinter also nicht unbedingt Dekoration. Der weiße Anstrich wird vor allem eingesetzt, um die Rinde vor starker Sonneneinstrahlung und daraus resultierenden Temperaturschwankungen zu schützen.
Besonders bei jungen und dünnrindigen Bäumen kann das Weißeln eine Schutzmaßnahme gegen Sonnenbrand der Rinde sein. Welche Anwendung sinnvoll ist, hängt jedoch von Baumart, Standort und den jeweiligen Bedingungen ab.