Nicht jedes Insekt im Holz ist eine Termite
Ein wichtiger Punkt wird bei alarmierenden Beiträgen im Internet häufig übersehen: Nicht jeder Schaden am Holz bedeutet automatisch einen Termitenbefall.
Auch Hausbock, Splintholzkäfer, Nagekäfer und andere holzzerstörende Insekten können Schäden verursachen. Die Erkennungsmerkmale unterscheiden sich teilweise deutlich.
Deshalb sollte man nicht allein anhand eines Fotos oder eines einzelnen Lochs entscheiden, welcher Schädling verantwortlich ist.
Was tun bei einem Verdacht?
Wer mehrere verdächtige Anzeichen entdeckt, sollte zunächst Ruhe bewahren und die betroffenen Bereiche nicht unnötig beschädigen.
Sinnvoll ist eine fachkundige Untersuchung, insbesondere wenn tragende Holzteile betroffen sein könnten. Bei einem bestätigten Befall hängt die geeignete Behandlung unter anderem von der Art des Schädlings, dem Umfang des Befalls und der Bauweise des Gebäudes ab.
Von Experimenten mit beliebigen Hausmitteln sollte man bei einem möglichen Befall tragender Bauteile absehen. Eine oberflächliche Behandlung löst nicht automatisch ein Problem, das sich möglicherweise im Inneren des Holzes befindet.
Früherkennung kann viel Ärger ersparen
Termiten sind vor allem deshalb problematisch, weil ihre Aktivität lange Zeit unauffällig bleiben kann. Je früher verdächtige Veränderungen erkannt und fachlich eingeordnet werden, desto eher lässt sich feststellen, ob tatsächlich ein Befall vorliegt und welche Maßnahmen notwendig sind.
Hohle Holzbereiche, ungewöhnliche Erdgänge, abgeworfene Flügel oder sichtbare Veränderungen an Holzkonstruktionen sollten deshalb nicht einfach ignoriert werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes dieser Zeichen automatisch Termiten bedeutet. Erst eine zuverlässige Bestimmung kann Klarheit schaffen.